USA, Iran

Personal soll US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in Katar verlassen

14.01.2026 - 16:23:04

US-PrĂ€sident Trump verfolgt die Proteste im Iran genau und droht weiter mit einem militĂ€rischen Eingreifen. Nun sollen einige Mitarbeiter einen wichtigen US-StĂŒtzpunkt in der Region verlassen.

Die USA haben einigen ihrer Mitarbeiter Medienberichten zufolge nahegelegt, den US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkt al-Udaid am Rande der katarischen Hauptstadt Doha zu verlassen. Dabei handele es sich um eine «Vorsichtsmaßnahme», zitierte der US-Sender CNN einen namentlich nicht genannten US-Beamten. Das staatliche MedienbĂŒro in Katar bestĂ€tigte in einem auf der Plattform X verbreiteten Statement entsprechende Medienberichte und verwies darauf, dass diese Maßnahmen als Reaktion auf die «aktuellen Spannungen in der Region» ergriffen wĂŒrden. 

US-PrĂ€sident Donald Trump warnt die autoritĂ€re FĂŒhrung im Iran seit Tagen vor einer brutalen Niederschlagung der Proteste. Dabei hĂ€lt er auch die Drohung eines militĂ€rischen Eingreifens aufrecht. 

Nachdem sich die USA im Juni vergangenen Jahres dem Krieg Israels gegen den Iran angeschlossen und unterirdische iranische Atomanlagen bombardiert hatten, hatte der Iran als Vergeltung die US-Luftwaffenbasis al-Udaid angegriffen. 

Dabei handelt es sich um einen der wichtigsten US-StĂŒtzpunkte im Nahen Osten. Dort sind Berichten zufolge normalerweise rund 10.000 Soldaten und ziviles Personal stationiert. Der StĂŒtzpunkt ist auch die Kommandozentrale des US-MilitĂ€rs in der Region. Das Hauptquartier des US-Regionalkommandos (Centcom) fĂŒr den Nahen Osten liegt in Tampa im Bundesstaat Florida.

Auch die US-Vertretung in Saudi-Arabien wies Landsleute wegen «regionaler Spannungen» an, militÀrische Einrichtungen in dem Königreich nur in dringenden FÀllen zu besuchen. Der Betrieb der US-Vertretung im Land und konsularische Dienstleistungen liefen aber normal weiter.

Aktuell sind im Nahen Osten rund 40.000 Soldaten und andere US-MilitĂ€rangehörige stationiert, viele davon auf Kriegsschiffen. Zu den dauerhaften StĂŒtzpunkten zĂ€hlen auch Einrichtungen in Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien wie auch im Irak, Syrien und Jordanien.

@ dpa.de

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