USA, Regierung

Festnahme im Kindergarten: Kritik am ICE-Einsatz in Chicago

06.11.2025 - 07:49:40 | dpa.de

Vor den Augen von Kindern und Kollegen nehmen US-Beamte eine schreiende Kindergärtnerin fest - ein Vater filmt alles. Jetzt wird der Fall landesweit diskutiert.

In den USA wird heftig ĂĽber einen ICE-Einsatz in einem Kindergarten diskutiert. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
In den USA wird heftig ĂĽber einen ICE-Einsatz in einem Kindergarten diskutiert. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Die Festnahme einer kolumbianischen Kindergärtnerin an ihrem Arbeitsplatz durch Beamte der US-Einwanderungsbehörde (ICE) in Chicago sorgt in den USA für Aufsehen. In einem Video des Vorfalls ist zu sehen, wie zwei ICE-Agenten eine schreiende Frau aus dem Kindergartengebäude zerren, während die Frau beteuert, im Besitz gültiger Papiere zu sein. Der Einsatz soll am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) vor den Augen von Kindern und Betreuen stattgefunden haben.

Kritik von vielen Seiten

Das Video wurde von dem Vater eines Kindergartenkindes aufgenommen, später in den sozialen Medien geteilt und von US-Medien aufgegriffen. Eltern, Kollegen und Politiker kritisierten den Einsatz scharf. «Das sind mit die erschreckendsten Videoaufnahmen, die ich je in meiner Amtszeit gesehen habe», sagte der Lokalpolitiker Matt Martin dem Lokalsender NBC Chicago. «Bewaffnete Beamte patrouillierten in der Einrichtung, während sich Erzieherinnen und Kinder darin aufhielten», sagte Martin weiter und forderte die sofortige Freilassung der Kindergärtnerin. 

Verschärfte Migrationspolitik

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums (DHS) soll die Kindergärtnerin illegal aus Kolumbien in die USA eingewandert sein und im Oktober Menschenhändler bezahlt haben, ihre beiden Kinder in das Land zu schmuggeln.

Die Razzien der Migrationsbehörde ICE sind Teil der verschärften Migrationspolitik der Trump-Regierung. Diese spricht mit Blick auf die Razzien von kriminellen Ausländern und Migranten, die sich illegal ohne gültige Papiere in den Vereinigten Staaten aufhielten. Kritiker werfen der Regierung Willkür vor.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
ausland | 68327105 |

Weitere Meldungen

Trumps Name überall? Flughafen Palm Beach wird umbenannt. Im südlichen US-Bundesstaat gibt es bereits einen Trump Boulevard. Trumps Name auf noch mehr Gebäuden: Floridas Gouverneur will den internationalen Airport nach dem US-Präsidenten benennen. (Unterhaltung, 31.03.2026 - 09:48) weiterlesen...

Mitarbeiter bezahlt: Schlangen an US-Airports lassen nach. Der Präsident löst sie mit einer Notzahlung auf. Ein Streit um die Finanzierung von Donald Trumps Abschiebe-Aktionen sorgte für gewaltige Schlangen an US-Flughäfen. (Ausland, 31.03.2026 - 00:30) weiterlesen...

Trump lässt russischen Öltanker nach Kuba - Freude im Kreml. Was das für die Versorgung der Insel bedeutet - und warum der Präsident plötzlich einlenkt. Seit Monaten blockieren die USA Ölimporte nach Kuba – jetzt lässt Trump einen russischen Tanker passieren. (Ausland, 30.03.2026 - 12:11) weiterlesen...

Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. (Boerse, 30.03.2026 - 10:34) weiterlesen...

Trump: Russischer Öltanker darf Kuba anlaufen. Was das für die Versorgung der Insel bedeutet und warum der Präsident plötzlich einlenkt. Seit Monaten blockieren die USA Ölimporte nach Kuba – jetzt lässt Trump einen russischen Tanker passieren. (Ausland, 30.03.2026 - 09:12) weiterlesen...

Australien halbiert Spritsteuer – Entlastung für Verbraucher. Auch gibt es jetzt einen Notfallplan. Australien senkt die Spritsteuer, um Haushalte und Unternehmen wegen der steigenden Energiepreise zu entlasten. (Wirtschaft, 30.03.2026 - 05:15) weiterlesen...