USA, Steuern

Behörde darf Trumps alte SteuererklĂ€rungen nicht mehr prĂŒfen

20.05.2026 - 06:23:15 | dpa.de

Vor Jahren soll ein Mitarbeiter einer US-Steuerbehörde Informationen ĂŒber Trumps Konzern unerlaubt an Medien weitergereicht haben. Jetzt erzielt der PrĂ€sident einen Vergleich - mit VorzĂŒgen fĂŒr ihn.

Trump erzielte einen fĂŒr ihn vorteilhaften Vergleich. (Archivbild) - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa
Trump erzielte einen fĂŒr ihn vorteilhaften Vergleich. (Archivbild) - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa

Die US-Steuerbehörde darf auf Betreiben der Regierung keine frĂŒheren SteuererklĂ€rungen von PrĂ€sident Donald Trump mehr prĂŒfen. Das geht aus dem zweiten Teil eines juristischen Vergleich mit dem US-Justizministerium hervor, der jetzt publik wurde. Trump hatte die Steuerbehörde IRS auf mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, nachdem sich ein Mitarbeiter wĂ€hrend Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmĂ€ĂŸig Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an mehrere Medien weitergegeben haben soll.

Der «auf ewig» zugesicherte PrĂŒfverzicht der Behörde umfasst alle KlĂ€ger, zu denen neben Trump auch die Familienfirma Trump Organization sowie die Söhne des PrĂ€sidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., gehören. Sie sind vor sĂ€mtlichen Forderungen in Bezug auf SteuererklĂ€rungen geschĂŒtzt, die bis dato eingereicht wurden - ebenso wie alle mit ihnen verwandten oder anderweitig verbundenen Personen, Unternehmen und Stiftungen. Unterzeichnet ist der weitreichende Vergleich vom amtierenden Justizminister Todd Blanche - ihn hatte Trump erst vor wenigen Wochen an die Spitze des Ministeriums gesetzt.

Trump kÀmpfte jahrelang gegen Veröffentlichung

Den ersten Teil des Vergleichs, fĂŒr den im Gegenzug die Klage fallengelassen wurde, hatte das Ministerium bereits am Montag veröffentlicht. Demnach sollen rund 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,5 Mrd. Euro) in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschĂ€digt werden sollen.

Mehreren US-Medien zufolge könnte der Fonds etwa Trump-AnhĂ€ngern zugutekommen, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafĂŒr angeklagt wurden. Der Republikaner sprach in diesem Zusammenhang immer wieder von politisch motivierter Strafverfolgung.

Trumps Steuern sind in den USA ein Dauerthema: Anders als frĂŒhere PrĂ€sidenten hatte er sich heftig gegen eine Veröffentlichung seiner SteuerklĂ€rung gewehrt - und war bis vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen veröffentlichte ein Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses 2022 mehrere Tausend Seiten an Steuerdokumenten. Die Unterlagen zeigten unter anderem, dass Trump in mehreren Jahren kaum oder gar keine Einkommensteuer auf Bundesebene zahlte, obwohl er sich stets mit seinem Reichtum brĂŒstete.

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