Ukraine, Russland

Selenskyj kĂŒndigt Treffen mit EuropĂ€ern an

11.12.2025 - 04:15:54

Wieder stehen nach Angaben des ukrainischen PrÀsidenten Selenskyj einige GesprÀche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs an. Parallel gehen die KÀmpfe im russischen Angriffskrieg weiter.

  • Erneut gibt es Berichte, wonach die Ukraine ein Schiff im Schwarzen Meer angegriffen hat. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpa

    ---/AP/dpa

  • Nach Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump sind die USA am Wochenende nach Europa eingeladen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa

    Evan Vucci/AP/dpa

  • Selenskyj kĂŒndigte weitere GesprĂ€che mit UnterstĂŒtzerstaaten der sogenannten Koalition der Willigen an. (Archivbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Kay Nietfeld/dpa

Erneut gibt es Berichte, wonach die Ukraine ein Schiff im Schwarzen Meer angegriffen hat. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpaNach Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump sind die USA am Wochenende nach Europa eingeladen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpaSelenskyj kĂŒndigte weitere GesprĂ€che mit UnterstĂŒtzerstaaten der sogenannten Koalition der Willigen an. (Archivbild) - Foto: Kay Nietfeld/dpa

Im BemĂŒhen um ein Ende des russischen Angriffskriegs will der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj heute erneut mit Vertretern europĂ€ischer UnterstĂŒtzerstaaten zusammenkommen. Diese Woche könne Neuigkeiten fĂŒr alle und fĂŒr ein Ende des Blutvergießens bringen, schrieb er in sozialen Medien. Zu einem Treffen in Europa am Wochenende mit Selenskyj sind nach Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump indes auch die USA eingeladen. Unterdessen gehen die Angriffe im Krieg weiter. 

Selenskyj kĂŒndigt verschiedene GesprĂ€che an 

Selenskyj wiederholte in seiner AnkĂŒndigung fĂŒr das Treffen mit den EuropĂ€ern bekannte Knackpunkte im Ringen um ein Ende des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs. Die entscheidenden Fragen seien, wie Russland dazu gebracht werden könne, das Töten zu stoppen und wie es von einer erneuten Invasion abgehalten werden könne. 

Zu den UnterstĂŒtzerstaaten, der sogenannten Koalition der Willigen, zĂ€hlen neben EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich auch Nicht-EU-LĂ€nder wie Großbritannien und Norwegen. Mehr als 30 Staaten dieser Koalition arbeiteten mit der Ukraine fĂŒr die Sicherheit an Land, in der Luft und auf See, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er kĂŒndigte an, dass weitere auch bilaterale Formate folgen sollten. Selenskyj lobte außerdem ein produktives GesprĂ€ch mit der US-Seite ĂŒber den wirtschaftlichen Wiederaufbau seines Landes. 

Trump: USA am Wochenende nach Europa eingeladen

Laut Trump sind auch die USA am Wochenende zu einem Treffen nach Europa eingeladen. Selenskyj soll demnach auch dabei sein. Offen ließ Trump aber, ob und wenn ja auf welcher Ebene die USA dieses Treffen wahrnehmen könnten.

Trump, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer hatten am Mittwoch telefoniert und ĂŒber die Lage in der Ukraine gesprochen. Trump bestĂ€tigte im Weißen Haus zunĂ€chst das GesprĂ€ch und sagte spĂ€ter: «Sie möchten, dass wir am Wochenende zu einem Treffen in Europa kommen, und wir werden eine Entscheidung treffen, je nachdem, was sie uns vorlegen.» Auf wen konkret er sich bezog, ließ er offen. 

Trump: kleine Meinungsverschiedenheiten mit EuropÀern

Trump sagte zu dem TelefongesprĂ€ch mit Merz, Macron und Starmer: «Wir haben in ziemlich deutlichen Worten ĂŒber die Ukraine gesprochen.» Dabei habe es «einige kleine Meinungsverschiedenheiten ĂŒber Personen» gegeben, erlĂ€uterte er ohne Details zu nennen. Er forderte erneut Wahlen in der Ukraine. 

Die Bundesregierung hatte zuvor mitgeteilt, die vier Staats- und Regierungschefs hĂ€tten den Stand der GesprĂ€che ĂŒber einen Waffenstillstand in der Ukraine erörtert und wollten die intensive Arbeit an dem von den USA angeschobenen Friedensplan in den kommenden Tagen fortsetzen.

Ukraine soll Schiff im Schwarzen Meer angegriffen haben

Nach VorfĂ€llen mit Handelsschiffen im Schwarzen Meer in den vergangenen Wochen griff die Ukraine Medienberichten zufolge erneut ein Schiff im Schwarzen Meer an. Mit Verweis auf Geheimdienstquellen hieß es, dabei seien die eigenen Seedrohnen Sea Baby eingesetzt worden. 

Das Schiff soll den Berichten nach zur russischen Schattenflotte gehören. Demnach war es unter der Flagge der Komoren unterwegs zum russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Es habe sich mit ausgeschaltetem Transponder, mit dem unter anderem die Position eines Schiffes mitgeteilt wird, in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Ukraine befunden, heißt es in den Berichten. Die ausschließliche Wirtschaftszone eines Landes umfasst das Gebiet ab der KĂŒstenmeergrenze bis zur Grenze von 200 Seemeilen.

Bereits nach Explosionen auf zwei leeren Öl-Tankern im Schwarzen Meer Ende November hatten ukrainische Medien, ebenfalls mit Verweis auf Geheimdienstquellen, berichtet, dass Kiew mit Seedrohnen angegriffen habe. Kremlchef Wladimir Putin drohte mit harten Reaktionen. Der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan nannte Angriffe auf Handelsschiffe Anfang Dezember eine «besorgniserregende Eskalation» des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. 

Drohnenangriffe gehen weiter - Flugbetrieb in Moskau eingeschrÀnkt

In vielen Regionen im Osten der Ukraine wurde am spĂ€ten Abend wieder Luftalarm ausgelöst. Aber auch in Russland setzte die Ukraine zu Gegenangriffen an. Unter anderem an den vier FlughĂ€fen in Moskau kam es nach Angaben der Luftfahrtbehörde Rosawiazija zu vorĂŒbergehenden EinschrĂ€nkungen im Flugbetrieb. Tass schrieb von einem massiven Drohnenangriff und berichtete von mehr als 130 betroffenen FlĂŒgen in Moskau. 

Der BĂŒrgermeister der russischen Hauptstadt Sergej Sobjanin schrieb am Abend bei Telegram, dass viele ukrainische Drohnen mit Kurs auf die Hauptstadt abgeschossen worden seien. 

BeeintrÀchtigungen des Flugbetriebs kommen bei ukrainischen Drohnenangriffen immer wieder vor. Wegen des Einsatzes der russischen Flugabwehr sind dann bisweilen keine Starts und Landungen möglich. Betroffen waren am Abend laut Luftfahrtbehörde auch andere FlughÀfen etwa im Nordkaukasus. 

Von SchÀden oder Verletzten wurde auf beiden Seiten zunÀchst nichts bekannt.

Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift diese immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahlen der Opfer und SchĂ€den stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu den verheerenden Kriegsfolgen in der Ukraine.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Russland will angeblich Beschuss eiskalten Kiews pausieren. Nun soll zumindest die Hauptstadt Kiew erst einmal verschont werden - sagt US-PrÀsident Trump. In der Ukraine leiden Millionen unter den Strom- und WÀrmenetzausfÀllen wegen russischer Angriffe. (Ausland, 29.01.2026 - 20:20) weiterlesen...

Trump: Putin stimmt Angriffspause auf Kiew fĂŒr eine Woche zu. Danach spricht Trump von einer angeblichen russischen Angriffspause - wegen der eiskalten Temperaturen in der Ukraine. US-PrĂ€sident Trump sagt, er habe mit Kremlchef Putin telefoniert. (Ausland, 29.01.2026 - 18:48) weiterlesen...

Merz: Keine Notwendigkeit fĂŒr eigene GesprĂ€che mit Putin Bislang verlĂ€sst sich Europa bei den FriedensbemĂŒhungen in der Ukraine stark auf die USA. (Politik, 29.01.2026 - 14:50) weiterlesen...

Merz hebt Bedeutung deutsch-litauischer MilitĂ€rkooperation hervor Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Litauen, gerade im militĂ€rischen Bereich, hervorgehoben.Merz sagte nach einem Treffen mit der litauischen Premierministerin Inga RuginienĂ©, dass die beiden LĂ€nder "nicht nur enge Freunde und Partner, sondern auch unverzichtbare VerbĂŒndete" in der EuropĂ€ischen Union seien. (Politik, 29.01.2026 - 14:24) weiterlesen...

Russische Ukraine-KĂ€mpfer mĂŒssen EU-Einreiseverbot fĂŒrchten. Auch in der EU werden sie als Gefahr gesehen. Nun gibt es deswegen einen neuen Vorstoß. Mehr als eine Million Russen waren nach SchĂ€tzungen bereits im Ukraine-Krieg im Einsatz. (Ausland, 29.01.2026 - 12:21) weiterlesen...

Ukraine und Russland tauschen erneut Soldatenleichen aus Die Ukraine und Russland haben erneut die sterblichen Überreste der bei den KĂ€mpfen getöteten Soldaten getauscht. (Boerse, 29.01.2026 - 12:18) weiterlesen...