Russisches, Salz

Russisches Salz in der Suppe

+++Russen steigen bei Kali&Salz ein+++ Putin mit neuem Schachzug+++Weitere Hiobsbotschaften im Immobiliensektor zu erwarten+++Wann kommt der „Big Ben“?+++

Die Russen haben Deutschland als Investmentland entdeckt. Am Freitag stieg der Kurs von Kali&Salz gegen den fallenden Börsentrend um 6%, weil der russische Oligarch Andrej Melnichenko ĂĽber seine Gesellschaft Linea sich mit 6,75% fĂĽr 280 Mio. € an Kali&Salz beteiligte, was Ăśbernahmenfantasien aufbrachte. Hinter dem Deal steckt der größte DĂĽngemittelhersteller Russlands Eurochem Mineral and Chemical Company. Es ist kein Geheimnis, das deutsche Werte schon lange auf der Einkaufsliste von russischen GroĂźinvestoren stehen. Der russische Oligarch Deripaska beteiligte sich unlängst mit 10% an dem Bauunternehmen Hochtief. Putin hat ĂĽberraschend noch vor den Parlamentswahlen am 2. Dezember die Regierung entlassen und als neuen Primier den Leiter des Föderalen Dienstes fĂĽr Finanzmonitoring (sprich Geldwäsche), Viktor Subkow, vorgeschlagen, der am Freitag von der Duma mit groĂźer Mehrheit im Amt bestätigt wurde. Der ehemalige Schlosser und promovierte Ă–konom Subhkov wird jetzt sogar als Präsidentschaftskandidat fĂĽr die Wahl im März 2008 gehandelt. 1992 arbeitete er schon unter Putin als stellvertretender Leiter fĂĽr auswärtige Beziehungen in St. Petersburg. Seine Tochter ist mit dem Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow verheiratet. Es bleibt also alles in der Familie des „Putin-Clans“. Noch vor den Wahlen lässt Putin wieder einmal militärisch die Muskeln spielen. Während er vor kurzem mit neuen PatrouillenflĂĽgen von russischen Langstreckenbombern fĂĽr Aufsehen sorgte, provoziert er nun den Westen mit dem Test einer neuen Wasserstoffbombe, deren vernichtende Druckwelle und Hitze alles Bisherige in den Schatten stellen soll. Es fragt sich bloĂź, gegen wen eine solche Bombe angewendet werden soll ??? Auch die USA arbeiten angeblich an einer neuen Superbombe, die angeblich auch tiefer liegende Bunker (im Iran?) wirkungsvoll vernichten kann, und rĂĽsten bei konventionellen Waffen enorm auf. Bezeichnenderweise ist eine der Kernpunkte des neuen Primiers Subhkov neben der Korruptionsbekämpfung die „Entwicklung der RĂĽstungswirtschaft“, was auf eine neue AufrĂĽstungsrunde im konventionellen Bereich hindeutet. Die Welt- und Ostbörsen werden weiterhin durch die nächste Notenbankentscheidung der FED am 18. September beeinflusst werden, wobei eine Zinssenkung wahrscheinlich ist. Nach dem US-Immobilienmarkt könnte nun auch der britische Immobilienmarkt ins Wanken geraten. Einer der größten britischen Baufinanzierer Nothern Rock musste bereits durch eine Liquiditätsspritze der englischen Notenbank gerettet werden. Trotz der Liquiditätsspritze gibt es einen Run auf den Baufinanzierer und lange Schlangen von enttäuschten Kunden, die ihr Geld wiederhaben wollen. Solche Bilder dĂĽrfte es in Zukunft auch öfters in den USA bei Hypothekenbanken geben. In den USA sind schon ĂĽber 150 kleinere Baufinanzierer pleite gegangen und täglich setzt sich die Pleitewelle fort. Die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt in den USA stetig und dies dĂĽrfte sich frĂĽher oder später auch auf den Konsum negativ auswirken. Schon zuvor kam Nothern Rock mit einer Gewinnwarnung heraus. Bei dem deutschen Baufinanzierer Interhyp brach auch der Kurs durch eine Gewinnwarnung um ĂĽber 30% ein. Ich rechne mit weiteren Hiobsbotschaften dieser Art in den nächsten Wochen. Die Bank of America und Deutsche Bank AG mussten jetzt sogar den japanischen Markt anzapfen, um sich einige Milliarden US-Dollar bzw. € an Liquidität zu beschaffen. Auch die Postbank soll mit dem Baufinanzierer BHW gefährdet sein und noch einige unentdeckte Leichen im Keller haben. Die Misere im Finanzmarkt dĂĽrfte daher noch anhalten. Die wichtigen Widerstandsmarken beim DAX sind 7400 Indexpunkte und die nächste 7200. Werden diese Marken durchbrochen, droht ein Absturz bis 6800 oder im worst case sogar bis 6500 Indexpunkten. Der hohe Ă–lpreis von fast 80 USD/Barrel spricht aber fĂĽr steigende Kurse bei russischen Ă–lwerten, erhöht aber die Inflationsgefahr weltweit, vor allem aber in den USA. Insofern sollte der Anleger weiterhin Pulver trocken halten und auf „Schnäppchenkurse“ warten. Das „Salz in der Suppe“ könnten weiterhin Aufkauffantasien werden wie zuletzt bei K + S, die Russen sogar mit Cash und nicht wie in den USA kreditfinanziert herbeifĂĽhren könnten. Auch Thyssen Krupp wäre ein geeigneter Ăśbernahmenkandidat der russischen Oligarchen. Hinweise: Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East – Die Karawane zieht weiter““ findet am 25. Oktober in Frankfurt/M statt. Anmeldung unter ESI GmbH, JĂĽthornstr. 88, 22043 Hamburg, Tel: 040/6570883; Fax: 040/6570884, E-Mail: [email protected], web: www.eaststock.de.
@ ad-hoc-news.de | 15.09.07 21:40 Uhr