Frankfurt Schluss: Dax etwas tiefer zum Ende schwacher Woche
24.04.2026 - 18:09:17 | dpa.deEine groĂe StĂŒtze waren deutliche Kursgewinne des Index-Schwergewichts SAP. Der deutsche Leitindex schloss 0,11 Prozent tiefer bei 24.128,98 Punkten, verbuchte auf Wochensicht allerdings einen Verlust von 2,3 Prozent. Aktien aus der zweiten Reihe beendeten den Freitag deutlich schwĂ€cher. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen Werten fiel um 1,95 Prozent auf 30.249,93 ZĂ€hler.
FĂŒr die anderen wichtigen Börsen in Europa ging es ebenfalls abwĂ€rts. Der EuroStoxx EU0009658145 bĂŒĂte letztlich rund 0,2 Prozent ein. Die Leitindizes an den HandelsplĂ€tzen in ZĂŒrich und London verbuchten Verluste von 0,6 beziehungsweise 0,8 Prozent. In New York notierte der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europĂ€ischen Börsenschluss rund 0,1 Prozent im Minus.
Meldungen, wonach sich der iranische AuĂenminister Abbas Araghtschi auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad befinden soll, nĂ€hrten Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Araghtschi soll nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit Vertretern Pakistans, die im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermitteln, sprechen. Treffen mit US-Vertretern seien allerdings nicht geplant, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Insgesamt bleibe die NervositĂ€t angesichts der weiterhin undurchsichtigen Lage im Nahen Osten hoch, stellte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets fest. Die Investoren wollten derzeit keine gröĂeren Risiken eingehen. "Ălpreise ĂŒber 100 US-Dollar stellen einen klaren Belastungsfaktor dar, da sich mit jedem weiteren Tag die Inflationsfrage fĂŒr die Zukunft immer deutlicher stellt", ergĂ€nzte Lipkow.
Die GeschÀftszahlen von SAP DE0007164600 konnten die zuletzt enttÀuschten Anleger wieder etwas beruhigen. Die Aktien legten um 4,7 Prozent zu. Der aus CloudvertrÀgen in den nÀchsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind 2026 mit einem Abschlag von fast 29 Prozent mit Abstand schwÀchster Dax-Wert. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genÀhert.
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy DE000ENER6Y0 wird nach der positiven Entwicklung im ersten GeschĂ€ftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer fĂŒr das Gesamtjahr. Die Papiere erklommen erneut ein Rekordhoch und endeten 2,6 Prozent im Plus. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 der stĂ€rkste Wert mit einem Zuwachs von knapp 56 Prozent.
UBS stufte MTU DE000A0D9PT0 auf "Sell" ab. Darauf reagierten die Anteile des Triebwerkherstellers mit einem Minus von 3,7 Prozent. Von den drei fĂŒhrenden Triebwerkherstellern sei bei MTU das Risiko einer "harten Landung" am gröĂten, wenn der Wind im Ersatzteil- und ServicegeschĂ€ft drehe, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant.
Nach vorlĂ€ufigen Quartalszahlen brachen die Aktien von Jungheinrich DE0006219934 um knapp 15 Prozent auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten ein. Der Spezialist fĂŒr Lagerlogistik stellte die Anleger auf einen Einbruch des operativen Ergebnisses (Ebit) auf fast die HĂ€lfte des Vorjahres ein. Ende MĂ€rz hatte Jungheinrich am Markt bereits mit den Zielen fĂŒr 2026 enttĂ€uscht.
Der Softwareanbieter Atoss Software DE0005104400 rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren ProfitabilitÀt. Die Papiere gewannen 3,9 Prozent./edh/he
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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