Bald weniger Hilfen vom Staat
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 12:16 Uhr, dpa.de(neu: Details zu Fördersummen sowie Hintergrund)
BERLIN (dpa-AFX) - Die Förderung von WĂ€rmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungen soll nach PlĂ€nen der Bundesregierung in den nĂ€chsten Jahren deutlich sinken. Dies geht aus einer Vorlage fĂŒr den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Bund will damit rund 2,1 Milliarden Euro bis 2030 sparen.
Bisher ist beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung eine staatliche Förderung bis zu 70 Prozent möglich. Der maximal erhĂ€ltliche Investitionskostenzuschuss fĂŒr den Heizungstausch betrĂ€gt 21.000 Euro. Diese Summe soll demnĂ€chst fĂŒr die allermeisten Haushalte schrittweise sinken.
Soziale Staffelung und Kinderbonus
So soll die Höchstfördersumme fĂŒr Menschen mit Jahreseinkommen ĂŒber 30.000 Euro noch in diesem Jahr auf 19.600 Euro verringert werden, dann schrittweise alle sechs Monate weiter bis auf 13.200 Euro im Jahr 2030. FĂŒr höhere Einkommen ab 40.000 Euro im Jahr gilt schon jetzt eine Höchstsumme von 16.500 Euro, die ebenfalls schrittweise sinken soll.
Besser als bisher gestellt werden vorerst Menschen mit sehr geringen Jahreseinkommen unter 30.000 Euro. Sie können - sofern die Vorlage so vom Haushaltsausschuss bestĂ€tigt wird - dieses Jahr mit bis zu 22.400 Euro fĂŒr den Einbau klimafreundlicher Heizungen rechnen.
Geplant ist zudem ein Kinderbonus. FĂŒr eine Familie mit Kind steigt demnach die Einkommensschwelle fĂŒr die höchste Fördersumme auf 40.000 Euro. Dieser 10.000-Euro-Bonus bei Familien mit Kindern gilt auch fĂŒr höhere Einkommen. Das heiĂt, die Schwelle fĂŒr höhere Fördersummen liegt jeweils etwas höher und damit fĂŒr die Familien gĂŒnstiger.
Finanzminister muss sparen
Aus dem Finanzministerium war bereits am Wochenende bekanntgeworden, dass Finanzhilfen abgebaut werden und dies auch KĂŒrzungen bei der Heizungsförderung aus dem Klima- und Transformationsfonds KTF zur Folge haben könnte. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage. Bereits zugesagte Förderungen sollen nicht angetastet werden.
Laut Haushaltsentwurf sollen im kommenden Jahr Einnahmen aus dem Emissionshandel, die bisher in den KTF geflossen sind, teilweise fĂŒr den Kernhaushalt genutzt werden. Es geht um eine Summe von 2,7 Milliarden Euro. Aus dem KTF werden unterschiedliche Förderprogramme finanziert - darunter ist mit Milliardenmitteln die Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude.
