Bewegung, Immunsystem

Bewegung stÀrkt das Immunsystem im Winter

27.01.2026 - 04:40:11

RegelmĂ€ĂŸige moderate Bewegung aktiviert die AbwehrkrĂ€fte und reduziert die AnfĂ€lligkeit fĂŒr Atemwegsinfekte, wobei Überlastung vermieden werden sollte.

Moderate Alltagsbewegung senkt das Risiko für Atemwegsinfekte. Das belegen aktuelle Erkenntnisse aus der Sport- und Gesundheitswissenschaft. Experten betonen: Gerade in der kalten Jahreszeit ist eine aktive Lebensweise entscheidend, um gesund zu bleiben.

So aktiviert Bewegung die Abwehrkräfte

Regelmäßige, moderate Bewegung regt die Zirkulation von Immunzellen im Körper an. Diese Zellen – darunter natürliche Killerzellen – können Viren und Bakterien dadurch effektiver bekämpfen.

  • Studien zeigen: Menschen, die regelmäßig aktiv sind, erkranken seltener an Infektionen der oberen Atemwege.
  • Bewegung wirkt zudem stressreduzierend – ein wichtiger Faktor, da chronischer Stress die Abwehrkräfte schwächt.
  • Ein weiterer Pluspunkt: Regelmäßige Aktivität hat eine entzündungshemmende Wirkung und entlastet so das Immunsystem.

Schon Alltagsaktivitäten machen den Unterschied

Für ein starkes Immunsystem ist kein Hochleistungssport nötig. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten moderate Aktivität pro Woche.

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Diese Zeit lässt sich leicht in den Alltag integrieren:
* Zügige Spaziergänge in der Mittagspause
* Der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad
* Treppensteigen statt Aufzug fahren
* Intensive Haus- oder Gartenarbeit

Schon 30 bis 45 Minuten Bewegung an den meisten Tagen können die Infektanfälligkeit spürbar verringern.

Vorsicht vor dem “Open-Window-Effekt”

Doch Vorsicht: Zu viel des Guten kann schaden. Nach extrem anstrengendem Training kann es zum sogenannten “Open-Window-Effekt” kommen. In diesem Zeitraum – er kann bis zu 72 Stunden andauern – ist der Körper anfälliger für Infekte.

Symptome für ein Übertraining sind:
* Anhaltende Müdigkeit und Schlafstörungen
* Verschlechterte Stimmung
* Erhöhte Infektanfälligkeit

Bei ersten Erkältungsanzeichen wie Halskratzen oder Gliederschmerzen sollte das Training reduziert oder pausiert werden. Bei Fieber ist Sport tabu, um schwerwiegende Folgen wie eine Herzmuskelentzündung zu vermeiden.

Bewegung als Prävention für Gesellschaft und Gesundheitssystem

Eine aktive Bevölkerung ist widerstandsfähiger gegen saisonale Infektionswellen. Das entlastet das Gesundheitssystem und führt zu weniger Krankheitsausfällen in Unternehmen.

Der Fokus auf Vorbeugung durch Bewegung passt zu einem modernen Gesundheitsverständnis. Regelmäßige Aktivität senkt nachweislich nicht nur das Infektionsrisiko, sondern auch die Gefahr für chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden und bestimmte Krebsarten.

@ boerse-global.de