Binge-Watching, Essen

Binge-Watching fördert emotionales Essen

26.01.2026 - 23:55:12

Exzessives Serienschauen führt zu emotionalem Essen und erhöht das Risiko für Übergewicht, Schlafstörungen und Binge-Eating. Experten warnen vor den gesundheitlichen Folgen.

Serienmarathons vor dem Bildschirm verführen zum unkontrollierten Snacken. Gesundheitsexperten warnen vor den Folgen dieser gefährlichen Kombination aus passivem Konsum und emotionalem Essen.

Warum greifen wir zur Chipstüte?

Die fesselnden Handlungsstränge binden unsere kognitive Aufmerksamkeit. Das reduziert die bewusste Wahrnehmung für das eigene Essverhalten – der Griff zur Snacktüte wird zur automatisierten Nebenbeschäftigung. Psychologisch dient die Nahrung in diesen Momenten oft der Emotionsregulation.

Langeweile, Stress oder die Spannung aus der Serie können den Drang auslösen, zu essen. Unser Belohnungssystem wird doppelt aktiviert: durch die Unterhaltung und durch zucker- und fettreiche Lebensmittel. Ein sich selbst verstärkender Kreislauf entsteht.

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Die unmittelbaren Gesundheitsrisiken

Statt gesunder Mahlzeiten landen beim Serienmarathon oft kalorienreiche Snacks auf dem Couchtisch. Diese Ernährung, gepaart mit stundenlangem Sitzen, erhöht das Risiko für Übergewicht. Studien deuten auf weitere Folgen hin:

  • Der Schlafrhythmus leidet unter der geistigen Aktivierung vor dem Bildschirm.
  • Schlechter Schlaf beeinflusst wiederum den Hormonhaushalt und das Hungergefühl.

Vom Snacken zur Essstörung

Emotionales Essen kann sich zu einer ernsthaften Binge-Eating-Störung entwickeln. Dabei konsumieren Betroffene in kurzer Zeit große Nahrungsmengen und erleben einen Kontrollverlust. Auslöser sind häufig emotionale Belastungen wie Einsamkeit oder Konflikte.

Die Folge: Schuldgefühle, Ekel und depressive Verstimmungen. Binge-Eating ist die häufigste Essstörung in Deutschland.

Streaming-Dienste als Brandbeschleuniger

Die ständige Verfügbarkeit von Serien hat dem Phänomen eine neue Dimension gegeben. Die Algorithmen der Anbieter sind darauf ausgelegt, Zuschauer möglichst lange zu halten – durch Cliffhanger und automatisches Abspielen. Diese Strategie fördert exzessiven Konsum mit drei Hauptrisiken:

  1. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten
  2. Gestörter Schlaf
  3. Soziale Isolation

Experten sehen darin eine wachsende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit.

Wie brechen wir den Kreislauf?

Der erste Schritt ist die bewusste Reflexion der eigenen Gewohnheiten. Einfache Strategien können helfen:

  • Bildschirmzeiten festlegen
  • Gesunde Snacks wie Gemüsesticks bereitlegen
  • Alternativen zur Stressbewältigung finden, etwa Bewegung

Bei Anzeichen einer Essstörung ist professionelle psychotherapeutische Hilfe entscheidend. Der Schlüssel liegt in einer ausgewogenen Mediennutzung, die entspannt – ohne die Gesundheit zu gefährden.

@ boerse-global.de