Bundesregierung treibt PrÀventionsgesetz voran
16.03.2026 - 00:00:25 | boerse-global.deDie Bundesregierung will das PrÀventionsgesetz noch vor der Sommerpause 2026 auf den Weg bringen. Das bestÀtigten Vertreter des Gesundheitsministeriums. Parallel lenkt die Nationale PrÀventionskonferenz (NPK) den Fokus auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.
Referentenentwurf steht in wenigen Monaten bevor
âWir arbeiten unter Hochdruck an den neuen gesetzlichen Strukturenâ, sagte Georg Kippels, Parlamentarischer StaatssekretĂ€r im Bundesgesundheitsministerium, auf einer Veranstaltung der AOK Rheinland/Hamburg. Das Ziel: Den Zugang zu Vorsorgeangeboten fĂŒr alle Altersgruppen vereinfachen und sie besser in den Alltag integrieren.
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Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK, kritisierte das aktuelle System. Es beschÀftige sich noch zu stark mit der Behandlung von Krankheiten statt mit der Gesunderhaltung. Eine Neuausrichtung sei nötig, um das Pflegesystem zu entlasten und die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stÀrken.
NPK setzt neuen Schwerpunkt auf psychische Gesundheit
Seit Januar fĂŒhrt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) den Vorsitz der Nationalen PrĂ€ventionskonferenz. Unter Leitung von DGUV-Chef Dr. Stephan Fasshauer hat die NPK fĂŒr 2026 ein klares Ziel: den Schutz der psychischen Gesundheit im Job.
Hintergrund sind die steigenden KrankheitsausfĂ€lle durch mentale Belastungen. Psychische Störungen zĂ€hlen mittlerweile zu den Hauptursachen fĂŒr ArbeitsunfĂ€higkeit und vorzeitige Berentung. Die NPK veut mit abgestimmten PrĂ€ventionskursen gegensteuern.
PrÀventionskurse boomen wie nie
Die Nachfrage der Bevölkerung ist bereits jetzt enorm. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen aktuell etwa 115.000 Angebote von fast 65.000 Anbietern. Das Spektrum reicht von Bewegung ĂŒber ErnĂ€hrung bis zu StressbewĂ€ltigung.
Im Jahr 2024 nahmen rund 1,9 Millionen Versicherte an einem geförderten Kurs teil. Das sind knapp 300.000 mehr als im Vorjahr. Die Krankenkassen werten diesen Anstieg als positives Signal fĂŒr die Volksgesundheit.
Kommunen und digitale Angebote gewinnen an Bedeutung
Um die Menschen direkt vor Ort zu erreichen, rĂŒcken die Kommunen in den Fokus. âPrĂ€vention muss zu den Menschen gebracht werdenâ, betonte Dagmar Starke von der Akademie fĂŒr Ăffentliches Gesundheitswesen. Besonders in benachteiligten Regionen sei eine gute Koordination entscheidend.
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Zugleich spielen digitale Kurse eine immer gröĂere Rolle. Online-Angebote zur Stressreduktion ermöglichen eine flexible Integration in den Alltag. Experten sehen in der frĂŒhzeitigen Förderung der Gesundheitskompetenz einen essenziellen Baustein.
Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem
Branchenbeobachter bewerten die PlĂ€ne als ĂŒberfĂ€lligen Schritt. Sie fordern einen âHealth-in-all-Policiesâ-Ansatz, bei dem Gesundheitsförderung zur ressortĂŒbergreifenden Gesamtstrategie wird. Der Wechsel an der NPK-Spitze zur Unfallversicherung unterstreicht diesen Wandel.
Mentale Gesundheit wird nicht lÀnger als Privatsache gesehen, sondern als wirtschaftlicher Faktor anerkannt. Die hohen Teilnehmerzahlen bei Stresskursen zeigen den massiven Bedarf auf Seiten der Arbeitnehmer. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die ambitionierten Ziele in konkrete Programme umgesetzt werden.
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