Söder fordert KaufprĂ€mie fĂŒr gebrauchte E-Autos
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 14:58 Uhr, dpa.deDie E-Auto-PrĂ€mie mĂŒsse nachgebessert werden, sagte der bayerische MinisterprĂ€sident nach einer Sitzung seines Kabinetts in MĂŒnchen. Als BegrĂŒndung nannte er die erkennbaren Effekte der bisherigen PrĂ€mienregelung.
"Es zeigt sich, dass es im Wesentlichen auslĂ€ndische Hersteller sind, was befĂŒrchtet war, die von der E-PrĂ€mie profitieren", sagte Söder. China habe seinen Anteil an E-Autos verdoppelt, auch französische und italienische Fahrzeuge profitierten. Deswegen brauche es, auch nach RĂŒcksprache mit den bayerischen Autobauern, die Ăffnung der KaufprĂ€mie fĂŒr Gebrauchtwagen, auch im Bereich E-MobilitĂ€t: "Da können deutsche Hersteller stĂ€rker profitieren." Das deutsche Förderprogramm gilt bisher fĂŒr Neufahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden.
EU-Vorschlag verschÀrfe als Mogelpackung nur die Probleme
DarĂŒber hinaus kritisierte Söder erneut die seit Dezember bekannten PlĂ€ne der EU-Kommission zur Zukunft von Verbrennermotoren: "Die bisherige Vorlage des Automobilpakets durch die Kommission ist eine Mogelpackung, die das Problem nicht löst, sondern eher verschĂ€rft. Und deswegen muss es jetzt vom Parlament grundlegend ĂŒberarbeitet werden."
Es brauche ein klares Votum fĂŒr Technologieoffenheit, das gelte ausdrĂŒcklich auch fĂŒr den Hightech-Verbrenner, so Söder weiter. Zudem dĂŒrfe es weder bei Pkw noch bei Lkw Flottengrenzwerte oder Strafzahlungen fĂŒr den AusstoĂ von KohlendioxidausstoĂ (CO2) geben. "Das wĂ€re im Moment aktuell wichtig, um auf die Marktverschiebungen, die es gerade wegen China und USA gibt, reagieren zu können."
EU-VorschlÀge werden derzeit im Parlament beraten
Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen - eine Abkehr vom eigentlich ausgehandelten Verbrenner-Aus. Ăber die VorschlĂ€ge beraten derzeit Europaparlament und der Rat der EU-Mitgliedstaaten. Ohne die Zustimmung beider Institutionen treten sie nicht in Kraft.
Der Vorschlag der EU-Kommission sieht bisher ein 90-Prozent-Ziel bei den CO2-Flottenemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2021 vor, wodurch hocheffiziente Verbrenner und Hybridfahrzeuge unter Auflagen weiterhin neu zugelassen werden können. Ein Bonus soll es zudem fĂŒr kleine E-Autos unter einer LĂ€nge von 4,20 Metern geben. Aus Söders Sicht ist auch die LĂ€ngenregelung nicht akzeptabel: Dadurch wĂŒrden im Wesentlichen französische und andere Wagen bevorteilt, den deutschen Autobauern schade es aber. "An der Stelle ist auch Made in Germany sehr wichtig."
