Dax startet schwÀcher - US-Berichtssaison startet enttÀuschend
15.01.2026 - 09:30:57"Anleger auf dem Frankfurter Parkett betrachten die Ereignisse der letzten 24 bis 48 Stunden mit gemischten GefĂŒhlen", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Die Stimmung dĂŒrfte heute zwar etwas optimistischer sein, nachdem sich die Lage zwischen den USA und Iran entspannte und die jĂŒngste TSMC-Bilanz fĂŒr eine anhaltend starke KI-Nachfrage spricht." Allerdings sei der Dax vielen Anlegern in zu kurzer Zeit zu schnell gestiegen und die Berichtssaison in den USA falle bislang eher enttĂ€uschend aus. "Wenn der Schwung im Dax jetzt nachlĂ€sst, werden die Anleger gezwungen sein, teils widersprĂŒchliche fundamentale Rahmenbedingungen wieder stĂ€rker gegeneinander abzuwĂ€gen."
Die Spekulation der technischen HĂ€ndler auf einen Ausbruch des Dax und einen Anstieg auf 25.300 Punkte sei erfĂŒllt, so Stanzl. "Das nachlassende Momentum in den vergangenen zwei Handelstagen lĂ€sst eine Konsolidierung wahrscheinlicher werden, weil einerseits Gewinnmitnahmen den Kurs belasten, spĂ€te KĂ€ufer aber versuchen werden, zu tieferen Kursen doch noch einen FuĂ in die TĂŒr zu bekommen." Der Positionsaufbau seit Jahresbeginn ereignete sich unter ĂŒberdurchschnittlichen HandelsumsĂ€tzen. "Damit ist der Ausbruch ĂŒber das alte Rekordhoch geglĂŒckt."
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Donnerstagmorgen etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1627 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8601 Euro zu haben.
Der Ălpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,39 US-Dollar; das waren 213 Cent oder 3,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


