Evonik, Stellen

Evonik baut bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen ab - Aus fĂŒr Polyester-GeschĂ€ft

18.06.2026 - 10:07:11 | dpa.de

Der Spezialchemiekonzern Evonik DE000EVNK013 weitet den Konzernumbau mit einem weiteren Stellenabbau noch einmal aus.

"Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", sagte Vorstandschef Christian Kullmann am Donnerstag laut Mitteilung. Zugleich werde der internationale Wettbewerb immer hÀrter.

Vorstand und Sozialpartner hĂ€tten sich auf Maßnahmen verstĂ€ndigt, die sĂ€mtliche GeschĂ€fts- und Verwaltungseinheiten weltweit einbeziehen wĂŒrden, teilte der MDax DE0008467416-Konzern in Essen mit. Dazu zĂ€hlt auch ein weiterer Stellenabbau. Von 2027 bis Ende 2029 sollen insgesamt 3.200 Stellen wegfallen, davon 2.150 in Deutschland. Evonik sieht dafĂŒr erhebliches Potenzial durch gesteigerte Effizienz, Digitalisierung und Outsourcing. Bis Ende 2026 sollen bereits durch laufende Spar- und Effizienzprogramme rund 2.800 Stellen wegfallen.

"Der Stellenabbau wird auch kĂŒnftig sozialvertrĂ€glich gestaltet", sagte Personalvorstand Thomas Wessel. Die Details dazu sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.

Zudem kĂŒndigte der Chemiekonzern an, das Polyester-GeschĂ€ft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einzustellen. Das GeschĂ€ftsfeld sei seit Jahren nicht mehr profitabel, hieß es. Der Standort Witten mit 266 BeschĂ€ftigten werde 2027 geschlossen. Am Standort Marl sollen 45 Stellen wegfallen, in der Produktionsanlage im chinesischen Shanghai 35 Stellen.

Evonik-Chef Kullmann baut den Konzern schon seit Jahren um, um ihn robuster aufzustellen und um in zukunftstrÀchtigere GeschÀftsfelder zu expandieren. Dabei fallen auch Stellen weg. Per Ende 2025 beschÀftigte Evonik mit 31.053 Mitarbeiter fast 900 weniger als ein Jahr zuvor.

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