DGE warnt weiter vor zu hohem Salzkonsum
08.04.2026 - 02:18:45 | boerse-global.deDie Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung hĂ€lt an ihrer Empfehlung von maximal sechs Gramm Salz tĂ€glich fest. Doch die RealitĂ€t sieht anders aus: Die meisten Deutschen essen deutlich mehr â mit gravierenden Folgen fĂŒr die Gesundheit.
Die Warnung ist nicht neu, aber ihre Dringlichkeit bleibt unverĂ€ndert hoch. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) bekrĂ€ftigt ihre klare Obergrenze: Erwachsene sollten nicht mehr als sechs Gramm Speisesalz pro Tag zu sich nehmen. Das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist mit maximal fĂŒnf Gramm sogar noch strenger. Diese Richtwerte gelten fĂŒr das gesamte aufgenommene Salz â inklusive der versteckten Mengen in Fertigprodukten.
Da ein zu hoher Salzkonsum einer der Haupttreiber fĂŒr gefĂ€hrliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, suchen viele Betroffene nach Wegen, ihre Werte ohne belastende Medikamente zu regulieren. Dieser kostenlose Ratgeber stellt 7 konkrete Tipps vor, wie Sie Ihren Blutdruck dauerhaft und auf natĂŒrliche Weise senken können. Gratis-Spezialreport zur Blutdrucksenkung herunterladen
Alarmierende RealitÀt: Deutsche essen zu viel Salz
Trotz der Empfehlungen liegt der tatsĂ€chliche Konsum weit ĂŒber den Grenzwerten. Aktuelle Daten zeigen ein deutliches GefĂ€lle: MĂ€nner nehmen durchschnittlich zehn Gramm Salz tĂ€glich auf, Frauen kommen auf 8,4 Gramm. Besorgniserregend ist, dass ein signifikanter Teil der Bevölkerung extrem hohe Mengen konsumiert. Rund die HĂ€lfte der MĂ€nner und mehr als ein Drittel der Frauen ĂŒberschreiten tĂ€glich die Zehn-Gramm-Marke. Sogar 15 Prozent der Frauen und 23 Prozent der MĂ€nner nehmen mehr als 15 Gramm zu sich â das Zweieinhalbfache der DGE-Empfehlung.
Die versteckte Gefahr in Brot, Wurst und Pizza
Das Problem: Der GroĂteil des Salzes kommt nicht aus dem Streuer. Verarbeitete Lebensmittel sind die Hauptquelle. Brot, Wurst, KĂ€se und Fertiggerichte stecken voller verstecktem Salz. Eine handelsĂŒbliche TiefkĂŒhlpizza kann allein bis zu fĂŒnf Gramm enthalten â fast den gesamten Tagesbedarf. Diese unsichtbare Zufuhr macht es Verbrauchern schwer, ihren Konsum bewusst zu kontrollieren.
Die gesundheitlichen Konsequenzen sind schwerwiegend. Ein dauerhaft hoher Salzkonsum ist ein Hauptrisikofaktor fĂŒr Bluthochdruck (Hypertonie). Dieser wiederum begĂŒnstigt lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. ZusĂ€tzlich belastet zu viel Salz die Nieren und kann die Bildung von Nierensteinen fördern.
Wer bereits unter den Folgen einer salzreichen ErnÀhrung leidet, kann seinen Blutdruck oft schon durch kleine VerÀnderungen auf dem Speiseplan massiv verbessern. Entdecken Sie in diesem kostenlosen Report die 7 wirksamsten Rezepte, mit denen Sie Ihre Werte ganz ohne Verzicht oder Pillen in den Griff bekommen. Die 7 besten Rezepte gegen Bluthochdruck jetzt kostenlos sichern
Wissenschaft bestĂ€tigt: Weniger Salz schĂŒtzt das Herz
Die Empfehlungen der DGE sind durch umfangreiche Studien abgesichert. Metaanalysen belegen konsistent, dass eine Salzreduktion den Blutdruck senkt. Eine Studie zeigt: Schon eine moderate Verringerung von etwa neun auf sechs Gramm tĂ€glich kann das Herzinfarktrisiko messbar reduzieren. Neuere Forschungen untersuchen zudem, wie Salz den Körper beeinflusst â von Salzspeichern in der Haut bis zur VerĂ€nderung des Darm-Mikrobioms. Auch Salzalternativen mit Kalium zeigen positive EFfekte und können das Risiko fĂŒr erneute SchlaganfĂ€lle senken.
So lÀsst sich der Salzkonsum reduzieren
Die Lösung erfordert MaĂnahmen auf zwei Ebenen: beim Einzelnen und in der Lebensmittelindustrie. Verbrauchern rĂ€t die DGE:
* Beim Kochen frische Zutaten bevorzugen.
* Statt Salz mit KrĂ€utern, GewĂŒrzen und ZitrusfrĂŒchten wĂŒrzen.
* Den Salzstreuer vom Esstisch verbannen.
* Beim Einkauf die NÀhrwerttabelle checken und zu salzÀrmeren Alternativen greifen.
* Zum Salzen Jodsalz verwenden, um die Jodversorgung zu sichern.
Gleichzeitig fordert die DGE die Industrie seit Langem zur Reformulierung ihrer Produkte auf. Der Salzgehalt in Brot, Wurst und Fertiggerichten muss deutlich sinken.
Eine Aufgabe fĂŒr die gesamte Gesellschaft
Die Salzreduktion ist mehr als eine individuelle Entscheidung â es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die DGE hat ihre umfassenden ErnĂ€hrungsempfehlungen 2024 aktualisiert und darin den Fokus auf pflanzliche Lebensmittel sowie die Reduzierung von Salz, Zucker und Fett gestĂ€rkt. Das Ziel ist klar: Durch eine bewusstere, salzĂ€rmere ErnĂ€hrung sollen chronische Krankheiten verhindert und die Volksgesundheit nachhaltig verbessert werden. Die anhaltend hohen Konsumzahlen zeigen jedoch, dass noch viel AufklĂ€rungsarbeit nötig ist.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
