AKTIE IM FOKUS: Disney sacken ab - Zahlen und Ausblick ĂŒberzeugen nicht
02.02.2026 - 19:37:31 | dpa.deVorbörslich zeitweise klar im Plus, starteten sie sehr schwach in den Handel und bĂŒĂten zuletzt noch 6,5 Prozent auf 105,47 US-Dollar ein. Damit fĂŒhrte der Entertainmentriese die Verliererliste im New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 an.
Disney litt im vergangenen Quartal unter hohen Werbeausgaben fĂŒr Kinofilme. Dass der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie etwas besser ausfiel als von Experten erwartet, beeindruckte die Anleger ebenso wenig wie der gestiegene Umsatz. Auch der bestĂ€tigte Ausblick fĂŒr ein besseres zweites GeschĂ€ftshalbjahr lieĂ den Markt kalt, zumal Disney auch vor weiter steigenden Kosten fĂŒr die Ăbertragungsrechte von Sportveranstaltungen warnte.
Bei Analysten stieĂen die GeschĂ€ftsaussagen des Traditionsunternehmens auf ein positiveres Echo. Disney sei mit guten Zahlen ins GeschĂ€ftsjahr 2025/26 gestartet, befand Markus Leistner von der DZ Bank. Im Streamingbereich habe die ProfitabilitĂ€t einen Höhepunkt erreicht, und Kinoerfolge wie "Zootopia 2" gĂ€ben RĂŒckenwind. Die Freizeitparks und das florierende KreuzfahrtgeschĂ€ft blieben auĂerdem ein StabilitĂ€tsanker. Positiv wertet der DZ-Experte das sieben Milliarden Dollar schwere AktienrĂŒckkaufprogramm sowie die Dividendenerhöhung.
Jason Bazinet von der US-Bank Citigroup sieht den Umsatz und das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) zum GeschĂ€ftsjahresstart ĂŒber den Erwartungen. Die Besucherzahlen in den Themenparks des Konzerns dĂŒrften die Prognosen ebenfalls ĂŒbertroffen haben. Das fĂŒr 2025/26 angestrebte prozentual zweistellige EPS-Wachstum liege im Rahmen der vom Markt erwarteten zwölf Prozent. Bazinet rĂ€t ebenso wie Leistner weiter zum Kauf der Aktie. Die beiden Experten rufen fĂŒr diese ein Kursziel beziehungsweise einen fairen Wert von 140 beziehungsweise 137 Dollar aus, womit sie deutlich ĂŒber dem aktuellen Bewertungsniveau liegen.
Derweil zeichnet sich in der jahrelangen Suche von Disney nach einer geeigneten Nachfolge fĂŒr den Noch-Konzernchef Bob Iger eine Entscheidung ab. So dĂŒrfte der Verwaltungsrat laut Kreisen schon bald Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro zum Konzernchef kĂŒren. Das Gremium könnte schon in den kommenden Tagen entsprechend abstimmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Der seit 1998 bei Disney tĂ€tige Manager stehe allerdings intern im Wettbewerb mit Dana Walden, der Co-Vorsitzenden der Entertainmentsparte, betonte Leistner.
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