Bundesregierung, Konjunktur-DĂ€mpfer

Bundesregierung erwartet Konjunktur-DĂ€mpfer

Veröffentlicht am: 15.05.2026 um 09:39 Uhr | dpa.de

Die Bundesregierung rechnet nach einem stÀrker als erwarteten Start ins Jahr mit einem deutlichen Konjunktur-DÀmpfer im zweiten Quartal.

Die Anzeichen fĂŒr eine spĂŒrbare konjunkturelle AbschwĂ€chung verdichteten sich, schreibt das Wirtschaftsministerium in einem Bericht zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Mai. Vor mehr als drei Wochen hatte die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose fĂŒr dieses Jahr bereits halbiert.

Erwartet wird nur noch ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent. Die Eskalation im Nahen Osten habe Deutschland wie auch andere LĂ€nder wirtschaftlich zurĂŒckgeworfen, hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gesagt. Der Krieg im Iran treibe die Preise fĂŒr Energie und Rohstoffe in die Höhe.

Zu Jahresbeginn war die deutsche Wirtschaft noch deutlicher gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt legte nach Daten des Statistischen Bundesamts im ersten Quartal zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu.

PreissprĂŒnge und hohe Unsicherheit

Im Monatsbericht des Ministeriums heißt es nun, aktuelle Indikatoren deuteten auf einen deutlichen DĂ€mpfer im zweiten Quartal hin. "Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasten die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten." In den kommenden Monaten werde weiterhin mit hoher VolatilitĂ€t an den Energie-, Rohstoff- und FinanzmĂ€rkten zu rechnen sein.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hĂ€nge davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauere und Handelswege sowie ProduktionskapazitĂ€ten beeintrĂ€chtigt bleiben. "Aber auch nach einer Entspannung der Lage dĂŒrften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch lĂ€nger spĂŒrbar sein."

Die Stimmungsindikatoren in der deutschen Wirtschaft hĂ€tten sich seit dem Beginn des Iran-Kriegs deutlich eingetrĂŒbt. Die Furcht vor weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie zunehmend spĂŒrbare Anspannung bei Lieferketten belasteten Unternehmen.

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