US-Zolldrohungen: Bundesregierung will Eskalation vermeiden
21.01.2026 - 14:28:17Ein stellvertretender Regierungssprecher sagte in Berlin, es sei nicht zu spĂ€t, den "Weg der Deeskalation" zu beschreiten. Die Bundesregierung wolle eine Zuspitzung vermeiden. "Das Fenster dafĂŒr ist nach wie vor offen." Es gehe um eine verstĂ€rkte Zusammenarbeit und darum, den Weg hin zu berechtigten Sicherheitsinteressen gemeinsam zu adressieren.
Der stellvertretende Regierungssprecher sagte weiter, der EU-Sondergipfel habe eher einen "vorbereitenden Charakter". Es gehe um Grundlinien. Bundeskanzler Friedrich Merz habe eine FĂŒhrungsrolle, um eine geschlossene europĂ€ische Reaktion zu koordinieren. Es sei extrem wichtig, dass Europa geschlossen agiere.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten kommen am Donnerstagabend in BrĂŒssel zu einem Sondergipfel zum Grönland-Konflikt zusammen. Dabei soll ĂŒber mögliche Antworten auf die jĂŒngsten Zolldrohungen Trumps diskutiert werden. Der US-PrĂ€sident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu DĂ€nemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die EU erwĂ€gt fĂŒr den Fall des Inkrafttretens der US-Zölle unter anderem Gegenzölle.
Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron pocht darauf, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung - die sogenannte Handels-Bazooka - als "mĂ€chtiges Instrument" zu nutzen. Damit lĂ€gen Gegenzölle sowie Ein- und AusfuhrbeschrĂ€nkungen fĂŒr Waren und Dienstleistungen auf dem Tisch. Die Bundesregierung hat sich deutlich zurĂŒckhaltender zum Einsatz des Instruments geĂ€uĂert.

