Aktien, Europa

Aktien Europa: Verluste - Ericsson unter Druck

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 12:01 Uhr, dpa.de

Die europÀischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben.

Damit reagierten sie auf die angespannte Lage in der Golfregion und die weiter gestiegenen Ölpreise. "Die Straße von Hormus bleibt der Taktgeber fĂŒr Ölpreis, Inflation und Börsen", fasste Kapitalmarktexperte JĂŒrgen Molnar vom Broker Robo Markets die Lage zusammen "Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und wachsende Unsicherheit sorgen fĂŒr Gegenwind."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor gegen Mittag 0,62 Prozent auf 6.232,32 Punkte. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,71 Prozent auf 14.164,24 Punkte, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,55 Prozent auf 10.440,12 ZĂ€hler nachgab.

Zur Vorsicht am Markt trug die anlaufende US-Berichtssaison bei. Gleich mehrere großen Namen aus der Bankbranche legen Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor. Zudem gibt es US-Inflationsdaten. Sie könnten Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik liefern.

Die Verluste zogen sich durch die meisten Branchen. Telekomwerte litten dabei unter den Abgaben von Ericsson SE0000108656, die um fast acht Prozent einknickten. Der NetzwerkausrĂŒster hatte im zweiten Quartal auch wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Auch Nokia FI0009000681 gaben etwas stĂ€rker nach.

Auch der Luxussektor musste Federn lassen. Auffallend schwach waren EssilorLuxottica FR0000121667 mit drei Prozent Abschlag. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 230 auf 200 Euro gesenkt und die Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Richard Felton kĂŒrzte seine WachstumsschĂ€tzungen fĂŒr den Optikkonzern. Das GeschĂ€ft mit KI-Brillen, das zuletzt fĂŒr die anziehende Dynamik verantwortlich gewesen sei, stehe nun vor drei Problemen: deutlich höheren VergleichshĂŒrden, intensiverem Wettbewerb und einer möglichen VerĂ€nderung des GeschĂ€ftsmodells durch eine gĂŒnstige Smart-Brillenlinie mit Meta US30303M1027.

Zu den Gewinnern zĂ€hlten dank der hohen Ölpreise dagegen die Aktien der Ölkonzerne. Noch stĂ€rker ging es mit den Stahlwerten nach oben, die damit ihre jĂŒngste Erholung fortsetzten. Sie profitierten erneut von protektionistischen Maßnahmen der EuropĂ€ischen Union (EU) fĂŒr Stahlimporte. Hinzu kamen steigende Stahlpreise in der EU. ArcelorMittal LU1598757687 zogen um ein Prozent an.

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