Warnstreiks, Unikliniken

Warnstreiks an allen bayerischen Unikliniken

26.01.2026 - 10:47:43

Die Gewerkschaft Verdi hat in der laufenden Tarifrunde der LÀnder eine dreitÀgige Warnstreikrunde an allen sechs bayerischen UniversitÀtskliniken gestartet.

Die Notfallversorgung soll jederzeit gewĂ€hrleistet bleiben, doch wird es laut Verdi zu Verschiebungen planbarer Eingriffe und Termine kommen. Die Gewerkschaft will mit den bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Gesundheitswesen ihre Tarifforderung von sieben Prozent beziehungsweise mindestens 300 Euro mehr Gehalt fĂŒr die 860.000 BeschĂ€ftigten der LĂ€nder untermauern.

Den Auftakt machte heute das UniversitĂ€tsklinikum Erlangen, am Dienstag sollten weitergehende Arbeitsniederlegungen an den zwei MĂŒnchner Unikliniken sowie in Augsburg, WĂŒrzburg und Regensburg folgen. Enden sollen die Protestaktionen am Mittwoch. Verdi wirft den LĂ€ndern vor, die BeschĂ€ftigten der landeseigenen KrankenhĂ€user wĂŒrden schlechter bezahlt als ihre Kolleginnen und Kollegen an kommunalen KrankenhĂ€usern. "Ein sich verschĂ€rfender Personalmangel ist damit vorprogrammiert", sagte Robert Hinke, Fachbereichsleiter fĂŒr das Gesundheitswesen bei Verdi Bayern.

LĂ€nder fĂŒrchten Mehrkosten von ĂŒber zwölf Milliarden Euro

Die Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft der LĂ€nder und Verdi hatten im Dezember begonnen und sind bislang ergebnislos verlaufen. Die LĂ€nder argumentieren, dass die ErfĂŒllung der Gewerkschaftsforderungen bundesweit direkte Mehrkosten von vier Milliarden Euro verursachen wĂŒrde. Da die TarifabschlĂŒsse ĂŒblicherweise im Anschluss auch weitgehend auf gut 2,5 Millionen Beamte in LĂ€ndern und Kommunen ĂŒbertragen werden, wĂŒrden sich die Gesamtkosten laut Tarifgemeinschaft der LĂ€nder auf ĂŒber zwölf Milliarden Euro belaufen.

@ dpa.de