New York: Dow nahezu stabil - Tech-Werte unter Druck
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 16:47 Uhr, dpa.deDagegen ging es für die technologielastige US-Börse Nasdaq deutlich nach unten. Die Tech-Titel stehen angesichts enormer Kursgewinne infolge der KI-Euphorie weiter unter Druck. Hinzu kommt eine gewisse Verunsicherung durch wieder steigende Ölpreise, nachdem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus weiter eskaliert.
Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 sank am Montag zuletzt um 0,1 Prozent auf 52.574 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 büßte 0,4 Prozent auf 7.548 Zähler ein. Für den Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,2 Prozent auf 29.471 Punkte abwärts.
Insgesamt dürfte es zum Wochenauftakt relativ ruhig zugehen. Erst am Dienstag könnte es spannender werden, wenn die ersten US-Banken die Berichtssaison für das zweite Quartal eröffnen und Inflationsdaten zur Veröffentlichung anstehen. Zudem findet eine Anhörung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh vor dem US-Repräsentantenhaus statt.
Aus Branchensicht waren Ölwerte wegen der gestiegenen Ölpreise überdurchschnittlich stark gefragt. So legten die Titel von Chevron US1667641005 und ExxonMobil US30231G1022 um 1,9 beziehungsweise 2,7 Prozent zu. Die Aktien des Chemiekonzerns Dow US2605571031, der bei steigenden Ölpreisen durch massive Wettbewerbsvorteile bei den Produktionskosten profitiert, legten um 3,6 Prozent zu.
Nach einem starken US-Börsendebüt von SK Hynix KR7000660001 am Freitag sackten die Anteilscheine des südkoreanischen Halbleiterkonzerns am Montag um 5,5 Prozent ab. Bereits an der Börse in Seoul war es am Morgen mit der Aktie steil nach unten gegangen, die ein Symbol für die KI-Begeisterung unter Privatanlegern geworden ist. Sie erlebte mit minus 15 Prozent den kräftigsten Kurssturz ihrer Geschichte.
Die Aktien von American Express US0258161092 stiegen um 1,6 Prozent, nachdem die US-Bank JPMorgan US46625H1005 sie auf "Overweight" hochgestuft hatte. Angesichts des defensiven Charakters der Erträge des Kreditkartenanbieters sei ein leichter Bewertungsaufschlag im Vergleich zu den Wettbewerbern gerechtfertigt, schrieb Analyst Richard Shane.
