Frauen, MĂ€nner

Frauen verdienen weiterhin weniger als MĂ€nner

16.12.2025 - 08:51:05

Frauen haben auch im laufenden Jahr in Deutschland deutlich weniger verdient als MĂ€nner.

Pro Stunde erhielten sie mit 22,81 Euro einen um 4,24 Euro geringeren Lohn, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die LohnlĂŒcke betrug damit unverĂ€ndert 16 Prozent. 2024 war dieser auch als Gender Pay Gap bezeichnete Wert im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte geschrumpft. 2006 hatte der Verdienstunterschied noch 23 Prozent betragen.

Knapp zwei Drittel der LohnlĂŒcke (60 Prozent) erklĂ€rt das Statistikamt mit höheren Teilzeitquoten bei den Frauen und geringeren GehĂ€ltern in frauentypischen Berufen. Es bleibt eine LĂŒcke (bereinigter Gender Pay Gap) von 1,71 Euro oder rund 6 Prozent des Brutto-Stundenlohns ohne eindeutige ErklĂ€rung. Dieser Wert blieb auch 2025 unverĂ€ndert.

Bereinigte LĂŒcke von 6 Prozent

Auch bei vergleichbarer TĂ€tigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie verdienten also Frauen 6 Prozent weniger als MĂ€nner, die auf einen Stundenlohn von 27,05 Euro kommen. Die Behörde vermutet, dass hier Erwerbsunterbrechungen etwa bei Schwangerschaften, zur Kindererziehung oder zur Pflege von Angehörigen eine Rolle spielen, die aber nicht nĂ€her erfasst werden. Man gehe davon aus, dass sich damit weitere Anteile des Lohnunterschieds erklĂ€ren lassen. Die 6 Prozent stellten insofern eine Obergrenze fĂŒr eine mögliche Verdienstdiskriminierung durch die Arbeitgeber dar.

Der unbereinigte Gender Pay Gap fĂ€llt im Osten Deutschlands mit 5 Prozent deutlich geringer aus als im Westen, wo 17 Prozent verzeichnet werden. In sĂ€mtlichen Berechnungen sind nach europĂ€ischen Statistikvorgaben die Bereiche "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei" sowie "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung" ausgenommen.

Vor allem im Öffentlichen Dienst gibt es mit 4 Prozent eine deutlich kleinere VerdienstlĂŒcke zwischen den Geschlechtern. WĂŒrde dieser Bereich einbezogen, sinkt die unbereinigte LohnlĂŒcke bundesweit auf 15 Prozent.

@ dpa.de