HausÀrzte appellieren an Bundesrat: 'Irrsinn stoppen'
Veröffentlicht am: 10.07.2026 um 06:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"SpĂ€testens der Bundesrat muss diese Irrfahrt stoppen. Wenn das Spargesetz so kommt, ist das ein einziges Fiasko fĂŒr die Hausarztpraxen und ihre Patientinnen und Patienten", sagte die Vorsitzende des HausĂ€rztinnen- und HausĂ€rzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post". Sie mahnte: "Wenn Bund und LĂ€nder auch weiterhin eine gute hausĂ€rztliche Versorgung fĂŒr ihre BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wollen, dann muss dieses Gesetz aufgehalten werden."
Der Bundestag entscheidet am Freitag ĂŒber das Sparpaket der schwarz-roten Koalition. Geplant ist, die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben zu entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern.
Offen ist noch, ob das Paket nach dem Votum des Bundestages auch zur abschlieĂenden Beratung auf die Tagesordnung der LĂ€nderkammer kommt. Der Bundestag mĂŒsste einen Antrag auf FristverkĂŒrzung stellen, ob die LĂ€nder dem zustimmen, ist unklar.
Buhlinger-Göpfarth betonte, das Gesetz werde die "Versorgung der Patientinnen und Patienten spĂŒrbar verschlechtern". Sie sprach von einem "Kahlschlag" und warnte, die Folge wĂ€re, dass die Vor-Ort-Versorgung in immer weniger Regionen gewĂ€hrleistet werde, Menschen immer lĂ€nger auf Termine warten mĂŒssten und weniger Zeit fĂŒr ihre Behandlung bleibe.
