US-Gericht, Trumps

US-Gericht: Trumps neue Zölle wahrscheinlich rechtens

12.06.2026 - 05:45:27 | dpa.de

Im Rechtsstreit um die neuen Zölle der US-Regierung in Höhe von zehn Prozent hat PrÀsident Donald Trump einen Etappensieg errungen.

Ein Berufungsgericht ließ die Abgaben bis auf Weiteres in Kraft und begrĂŒndete das mit den guten Aussichten der Regierung auf einen Sieg im Hauptverfahren, wie aus einer Anordnung hervorging. Ein Urteil in der Sache steht allerdings weiterhin aus.

Seit dem 24. Februar 2026 erheben die USA auf die meisten Einfuhren aus dem Ausland einen Zoll von zehn Prozent. Trump verhĂ€ngte die Abgabe, nachdem der Supreme Court viele seiner bisherigen Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte. FĂŒr die neuen Zölle zog er ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 heran, das die Erhebung auf maximal 150 Tage beschrĂ€nkt.

Fall könnte vor den Supreme Court gehen

Das Gericht fĂŒr Internationalen Handel in New York kam Anfang Mai zu dem Schluss, dass Trump mit dem neuen Instrument seine Befugnisse ĂŒberschritten hatte und setzte die Zölle aus. Wenige Tage spĂ€ter setzte das Berufungsgericht aber das Urteil der ersten Instanz zunĂ€chst aus - eine Entscheidung, die es nun bekrĂ€ftigte. Unter den KlĂ€gern gegen die Regierung sind der Bundesstaat Washington und zwei Unternehmen.

Das Berufungsgericht teilte mit, beide Seiten hĂ€tten ĂŒberzeugende Argumente prĂ€sentiert. Der US-Regierung drohten jedoch nicht wieder gut zu machende SchĂ€den, sollten die Zölle unrechtmĂ€ĂŸig außer Kraft bleiben, bis ein Urteil fĂ€llt. Zudem habe Trumps Regierung hinreichend dargelegt, "dass sie in der Sache wahrscheinlich Erfolg haben wird." Möglich ist, dass der Fall nach einem Urteil des Berufungsgerichts noch bis vor den Obersten Gerichtshof in Washington geht.

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