China, Exportkontrollen

China weitet Exportkontrollen gegen japanische Firmen aus

29.06.2026 - 06:55:10 | dpa.de

Im Streit mit Japan hat China erneut 20 japanische Firmen und Forschungseinrichtungen mit ExportbeschrÀnkungen belegt.

Als Grund nannte das Handelsministerium deren Verwicklung in die StĂ€rkung des japanischen MilitĂ€rs. Wie die Behörde in Peking weiter mitteilte, dĂŒrfen Exporteure ab sofort keine GĂŒter mit doppeltem Verwendungszweck ("Dual Use") an die betroffenen Firmen liefern.

Hinter dem Begriff stecken GĂŒter, die zivil, aber auch militĂ€risch genutzt werden können. Welche Waren oder Stoffe darunter fallen, erklĂ€rte das Ministerium nicht. Der Behörde zufolge dĂŒrfen zudem auch auslĂ€ndische Organisationen und Einzelpersonen keine Dual-Use-GĂŒter mit chinesischem Ursprung an die betroffenen Firmen in Japan liefern.

Wie China sein Vorgehen begrĂŒndet

Auf der Exportkontrollliste landeten diesmal unter anderem Japans nationales Institut fĂŒr Verteidigungsstudien und Tochterfirmen von Mitsubishi Electric. Außerdem fĂŒgte Peking 20 weitere Firmen einer Beobachtungsliste hinzu, weil diese laut Handelsministerium die Endnutzer der Dual-Use-GĂŒter nicht ĂŒberprĂŒfen konnten. Dies hat zur Folge, dass Exporteure fĂŒr jede Ausfuhr solcher Waren eine aufwendige Einzelgenehmigung beantragen mĂŒssen.

Peking nannte sein Vorgehen "rechtens" und "vernĂŒnftig", um Japans "neue Art des Militarismus" einzudĂ€mmen. China hoffe, dass die japanische Seite zur Einsicht komme und ihr Fehlverhalten Ă€ndere, erklĂ€rte ein Behördensprecher. Bereits im Februar hatte die Volksrepublik aus Ă€hnlichen GrĂŒnden 40 japanische Firmen aus der Luftfahrt- und RĂŒstungsbranche mit ExportbeschrĂ€nkungen belegt.

Warum Japan und China streiten

China erhöht damit den Druck auf Japans MinisterprĂ€sidentin Sanae Takaichi. Auslöser fĂŒr den Streit zwischen den beiden LĂ€ndern waren Takaichis Aussagen zu Taiwan, das China unter seine Kontrolle bringen will. Im November hatte sie im japanischen Parlament gesagt, ein Angriff Chinas auf Taiwan wĂŒrde eine "existenzbedrohende Situation" fĂŒr Japan darstellen, was zu einer militĂ€rischen Reaktion fĂŒhren könne. Peking forderte Takaichi auf, ihre Aussagen zurĂŒckzunehmen, was sie bisher aber nicht tat.

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