Innenministerkonferenz-Vorsitzender, Wirrwarr-Vorwurf

Innenministerkonferenz-Vorsitzender: Kein Wirrwarr-Vorwurf bei Drohnenabwehr

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 09:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Andy Grote (SPD), hat ein Durcheinander bei den ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr die Drohnenabwehr ausdrĂŒcklich bestritten.

"Wir haben eigentlich klare ZustÀndigkeiten. Das ist nicht unser Problem", sagte der Hamburger Innensenator im ZDF-"Morgenmagazin".

An den FlughĂ€fen sei die Bundespolizei zustĂ€ndig, in militĂ€rischen Verteidigungslagen oder beim Schutz der eigenen Einrichtungen die Bundeswehr und sonst die LĂ€nderpolizeien. Er glaube nicht, "dass die eine Stelle in Deutschland die gesamte Drohnenabwehr organisieren kann, insbesondere nicht im akuten Fall. Da kann niemand aus seiner ZustĂ€ndigkeit raus. Das heißt, die LĂ€nderpolizeien mĂŒssen im Zweifel die kritischen Infrastrukturen in ihren LĂ€ndern auch schĂŒtzen", machte Grote deutlich.

Senator: Schnellere Analyse bei Drohnenattacken nötig

Nötig sei hingegen "eine klarere, gemeinsam getragene Strategie zur Drohnenabwehr" - eine schnelle Analyse der Lage und der Reaktion darauf. "Was wir brauchen, ist aber eine enge Zusammenarbeit, ein Lagebild, ĂŒber das alle gemeinsam verfĂŒgen, und dann eine sehr, sehr schnelle KlĂ€rung. Wer kann jetzt in seiner Verantwortung was tun und wer muss was tun und wie kommen wir zu sehr schnellen Entscheidungen? Da können wir noch besser werden", fĂŒhrte der Innensenator aus.

Am Standort des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt im Salzlandkreis soll heute das neue Technologiezentrum Drohnensicherheit eröffnet werden. Dort sollen neue Techniken fĂŒr die Drohnensicherheit erforscht, entwickelt und unter realistischen Bedingungen erprobt werden.

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