iPad Pro: Doppelte Face-ID-Kameras lösen das Orientierungsproblem
07.03.2026 - 06:48:54 | boerse-global.deApple bereitet mit dem kommenden M5 iPad Pro einen entscheidenden Sprung in der Benutzerfreundlichkeit vor. Der Fokus liegt auf einer neuartigen, doppelten Face-ID-Kamera, die das lĂ€stige Entsperr-Problem im Hochformat endlich beheben soll. Damit reagiert der Konzern auf eine der gröĂten Schwachstellen des aktuellen Premium-Tablets.
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Zwei Kameras fĂŒr jede Haltung
Das Problem ist bekannt: Seit dem Redesign 2024 sitzt die TrueDepth-Kamera fĂŒr die Gesichtserkennung am Landscape-Rand â optimal fĂŒr Videocalls mit angedockter Tastatur. HĂ€lt man das GerĂ€t jedoch im Hochformat, verdecken die HĂ€nde oft unbeabsichtigt den Sensor. Die Folge: Face ID funktioniert nicht.
Die Lösung soll elegant sein. Wie der renommierte Apple-Experte Mark Gurman bereits im Juli 2025 berichtete, plant Apple fĂŒr das M5 iPad Pro zwei voneinander unabhĂ€ngige Frontkameras. Eine sitzt weiterhin am Querformat-Rand, die zweite kommt an die Hochformat-Seite. So kann das System den Nutzer unabhĂ€ngig von der Haltung zuverlĂ€ssig erkennen. Die komplexe Hardware aus Infrarotkamera, Punktprojektor und Flutlichtbeleuchtung wird dabei dupliziert und dezent in den BildschirmrĂ€ndern untergebracht.
Der lange Weg zur unsichtbaren Biometrie
Die doppelte Kamera ist jedoch nur eine Zwischenetappe. Apples langfristiges Ziel ist die vollstÀndig unter dem Display versteckte Gesichtserkennung. Supply-Chain-Insider berichteten Anfang 2025 von entsprechenden Prototypen. Ein geleaktes 18,8-Zoll-faltbares iPad Pro Modell soll bereits eine spezielle Metall-Linsenstruktur integrieren, die Sender und EmpfÀnger unter dem Panel verbirgt.
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Dieser Technologiesprung wĂŒrde den störenden Notch oder Kameraausschnitt ĂŒberflĂŒssig machen und ein wahres Edge-to-Edge-Erlebnis ermöglichen. Marktbeobachter wie Display Supply Chain Consultants (DSCC) rechnen mit einer MarkteinfĂŒhrung groĂer faltbarer Tablets mit dieser Technologie erst 2027 oder 2028. Das iPad dient Apple dabei als ideales Testfeld: Der gröĂere Bauraum erleichtert die Integration der komplexen Optik, bevor sie in platzsparendere iPhones wandert.
M5-Chip als leistungsstarker Partner
Die biometrischen Neuerungen verlangen nach Rechenpower. Hier kommt der neue M5-Chip ins Spiel. Er muss die Tiefenkarten- und Infrarotdaten zweier Sensoren in Echtzeit verarbeiten â eine Aufgabe fĂŒr den leistungsstarken Neural Engine. Apple verspricht dadurch weiterhin ein sofortiges, verzögerungsfreies Entsperren.
ĂuĂerlich bleibt das M5 iPad Pro dem VorgĂ€nger wohl weitgehend treu. Es behĂ€lt sein ultraflaches Design und die Dual-Layer-OLED-Technologie fĂŒr herausragende Helligkeit. Statt eines Ă€uĂerlichen Neuanstrichs setzt Apple auf interne Verfeinerungen und QualitĂ€tsverbesserungen wie das duale Face ID. Die Massenproduktion der M5-Modelle begann laut Analyst Ming-Chi Kuo bereits in der zweiten HĂ€lfte 2025, was auf einen Start noch in diesem Jahr hindeutet.
Ein Schritt zum echten Laptop-Ersatz
Die Evolution der iPad-Pro-Biometrie spiegelt einen gröĂeren Trend wider: Das Tablet wird fĂŒr viele Professionals zum primĂ€ren ArbeitsgerĂ€t. Daher mĂŒssen HĂŒrden wie das Entsperren oder die Authentifizierung von Zahlungen nahtlos funktionieren. Konkurrenten experimentieren mit verschiedenen Kameraplatzierungen, doch Apples hardware-intensive Doppelkamera-Lösung fĂŒr ein ergonomisches Problem ist einzigartig.
Eine zuverlĂ€ssige Gesichtserkennung in jeder Lage ist ein kritisches Puzzleteil in der Strategie, das iPad Pro als vollwertigen Laptop-Ersatz zu positionieren. Gelingt Apple zudem der Durchbruch bei der unter-display Biometrie, könnte diese Technologie schnell auf iPhones und vielleicht sogar MacBooks ĂŒberspringen. Das wĂŒrde einen neuen Standard fĂŒr die Integration biometrischer Hardware in der gesamten Tech-Branche setzen. FĂŒr Nutzer bedeutet das kommende M5 iPad Pro vor allem eines: ein Ende des lĂ€stigen Drehens und Wendens, nur um das eigene Tablet zu entsperren.
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