Putin erhÀlt Einladung in Gaza-'Friedensrat'
19.01.2026 - 17:20:02(Neu: Einladung auch fĂŒr EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen)
MOSKAU (dpa-AFX) - Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben ĂŒber diplomatische KanĂ€le eine Einladung der USA zur Teilnahme am sogenannten Friedensrat fĂŒr den Gazastreifen erhalten. "Derzeit prĂŒfen wir alle Details dieses Angebots, zudem hoffen wir auf Kontakte mit der amerikanischen Seite, um alle Nuancen zu klĂ€ren", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland unterhĂ€lt Kontakte sowohl zu Israel als auch zur PalĂ€stinenser-FĂŒhrung und zur Terrororganisation Hamas.
In Moskau stieĂ die Einladung in das von US-PrĂ€sident Donald Trump geplante Gremium auch deshalb auf Wohlwollen, weil Russland sich traditionell als wichtiger Akteur im Nahen Osten sieht und dort eigene geopolitische Interessen verfolgt. Zudem sieht sich Kremlchef Putin damit ungeachtet seines Angriffskriegs gegen die Ukraine willkommen auf internationaler BĂŒhne.
Putin hatte auch immer wieder Trumps BemĂŒhungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine begrĂŒĂt. Allerdings ist dort ein Frieden nicht in Sicht.
"Friedensrat" und Exekutivkomitee
Einladungen fĂŒr den "Friedensrat" erhielten etwa auch der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan, Ăgyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und Argentiniens PrĂ€sident Javier Milei sowie der Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko. Aus der EU bekam nach jĂŒngsten Angaben KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen eine. Zuvor hatte auch die Bundesregierung eine US-Einladung bestĂ€tigt. Ob sie angenommen wird, wurde zunĂ€chst sowohl in BrĂŒssel als auch in Berlin offen gelassen.
Der "Friedensrat" ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan fĂŒr Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt.
Das internationale Gremium soll die neue Ăbergangsregierung des im Krieg zwischen der Hamas und Israel weitgehend zerstörten KĂŒstenstreifens beaufsichtigen. Trump selbst hat den Vorsitz. Dem Gremium gehören nach Angaben des WeiĂen Hauses unter anderem der frĂŒhere britische Premier Tony Blair, US-AuĂenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff an.

