Nach Störung: Bahnverkehr in NRW wieder weitgehend normal
24.06.2026 - 06:57:09 | dpa.deAm Duisburger Hauptbahnhof waren einige ZĂŒge leicht verspĂ€tet, AusfĂ€lle gab es aber fast keine. "Alles lĂ€uft wie immer", sagte eine Pendlerin. Von dem Ausfall in der Nacht hatte sie noch gar nichts gehört.
An den anderen Bahnhöfen im bevölkerungsreichsten Bundesland war das Bild Ă€hnlich: In Köln gab es einige VerspĂ€tungen von bis zu 15 Minuten und ganz wenige ZugausfĂ€lle. In Dortmund waren laut Abfahrtsmonitor noch einige ICE aus der Nacht mit mehreren Stunden VerspĂ€tung unterwegs, der Regionalverkehr am Morgen lief aber ohne groĂe Probleme an.
Erste ZĂŒge fuhren wieder kurz nach Mitternacht
Eine deutschlandweite Störung hatte bei der Deutschen Bahn (DB) am spĂ€ten Dienstagabend fĂŒr rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten ZĂŒge wieder. Danach lief der Verkehr am frĂŒhen Morgen Schritt fĂŒr Schritt weiter an, wie ein DB-Sprecher mitteilte.
Der Grund fĂŒr den Stopp des Zugverkehrs war demnach eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. IT-Experten der DB hĂ€tten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. "Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden", hieĂ es. Man danke allen FahrgĂ€sten fĂŒr die Geduld. Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der "Bild"-Zeitung, die Lage sei mit einem Notfallsystem stabilisiert worden.
GSM-R steht fĂŒr "Global System for Mobile Communications - Railway". "Das GSM-R Mobilfunknetz ersetzt nahezu alle analogen Funksysteme der Deutschen Bahn AG", heiĂt es auf der Webseite der DB InfraGo, der Betreiberin der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Demnach bietet es Vorteile wie etwa hohe Sicherheit in der betrieblichen Kommunikation, die Möglichkeit spezieller Gruppenanrufe und die Option zur gezielten Kontaktaufnahme mit den Fahrdienstleitern.
Massive Auswirkungen auch im GĂŒterverkehr
Von der Störung betroffen waren nicht nur Fern- und RegionalverkehrszĂŒge, sondern auch S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, und Privatbahnen. Still stand auĂerdem der GĂŒterverkehr, der vor allem abends und nachts unterwegs ist. Der Verband der privaten GĂŒterbahnen forderte deshalb eine genaue Aufarbeitung des zweistĂŒndigen Ausfalls.
