Trump, Kritik

Trump relativiert Kritik an Meloni nach Nato-Gipfel

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 20:32 Uhr, dpa.de

Nach seinem öffentlichen Streit mit Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni hat US-PrĂ€sident Donald Trump seinen Ton gegenĂŒber Italien deutlich gemildert.

WĂ€hrend er Spanien beim Nato-Gipfel in Ankara erneut scharf kritisierte, sagte er ĂŒber Italien: "Italien war gut." Fast alle VerbĂŒndeten seien gut gewesen. "Sie hatten nur einen schlechten Moment." Spanien sei jedoch "sehr schlecht" gewesen, sagte er.

Trump spielte damit auf den Streit ĂŒber die aus seiner Sicht mangelhafte UnterstĂŒtzung etlicher Nato-Partner im Konflikt mit dem Iran an. Nach seinen Angaben habe er mehrere VerbĂŒndete gefragt, ob sie helfen wollten, habe aber die Antwort erhalten, man wĂŒrde in diesem Fall "lieber außen vor bleiben". Das habe ihm nicht gefallen, sagte Trump. Großbritannien habe erklĂ€rt, man wolle erst nach dem Ende des Krieges helfen.

Zugleich betonte er mit Blick auf den Nato-Gipfel den Zusammenhalt der BĂŒndnispartner. Wenn es ein Wort gebe, das den Gipfel beschreibe, dann sei es "Einigkeit".

Mehrere Spott-Posts belasteten VerhÀltnis mit Meloni

Zuletzt hatte Trump Meloni wiederholt scharf angegriffen. Er behauptete, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto angefleht. Meloni wies dies als "völlig erfunden" zurĂŒck. SpĂ€ter legte Trump mit einem Spott-Post nach, in dem er zu einem Foto von Meloni und ihm schrieb: "Restraining order needed" - sinngemĂ€ĂŸ: "AnnĂ€herungsverbot nötig". Im Nachgang machte Trump deutlich, dass es ihm bei seiner Kritik auch um aus seiner Sicht fehlende UnterstĂŒtzung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem StĂŒtzpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert.

Spaniens Regierungschef Pedro SĂĄnchez hatte den US-israelischen Angriff auf den Iran als völkerrechtswidrig bezeichnet und den US-StreitkrĂ€ften die Nutzung gemeinsamer MilitĂ€rbasen im SĂŒden Spaniens untersagt.

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