dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 17.11.2025 - 17.00 Uhr
17.11.2025 - 17:08:55ROUNDUP: Prognose: Deutsche Wirtschaft wÀchst, aber unter EU-Schnitt
BRĂSSEL - Die deutsche Wirtschaft wird nach der Herbstprognose der EuropĂ€ischen Kommission im kommenden Jahr an Fahrt aufnehmen, aber dennoch knapp unter dem EU-Schnitt bleiben. Wie aus in BrĂŒssel vorgestellten Zahlen hervorgeht, rechnen Konjunkturexperten fĂŒr die Bundesrepublik 2026 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,2 Prozent. Im EU-Schnitt wird ein Plus von 1,4 Prozent erwartet, in den Staaten mit der GemeinschaftswĂ€hrung Euro ein durchschnittliches Plus in Höhe von 1,2 Prozent.
Ifo-Institut: GeschÀftsklima im Wohnungsbau schlechter
MĂNCHEN - Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich im Oktober wieder leicht eingetrĂŒbt. Der GeschĂ€ftsklimaindex fiel nach einem krĂ€ftigen Anstieg im September von minus 22,0 auf minus 23,0 Punkte, wie das Ifo-Institut am Montag mitteilte. Die Unternehmen waren mit den laufenden GeschĂ€ften etwas weniger zufrieden. Zudem waren ihre Erwartungen mit Blick auf die kommenden Monate skeptischer. "Der Weg aus dem Tal ist noch lang", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Fehlende AuftrĂ€ge blieben weiterhin ein zentrales Problem.
Studie: Chinesen drÀngen mit Billigware auf deutschen Markt
KĂLN - Wegen des Zollkonflikts mit den USA hat China einer Studie zufolge massenhaft Ware nach Deutschland umgeleitet, um sie hierzulande recht billig zu verkaufen. Der deutsche Markt sei "geflutet" worden, heiĂt es in einer vom AuswĂ€rtigen Amt geförderten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Im ersten Halbjahr 2025 seien die chinesischen Importe nach Deutschland um elf Prozent gestiegen und im Preis um nahezu vier Prozent gesunken. Zeitgleich seien die chinesischen Exporte in die USA um knapp 16 Prozent abgesackt.
ROUNDUP 2/Klingbeil zu seltenen Erden: China hört unsere Sorgen
PEKING - Vizekanzler Lars Klingbeil macht deutschen Unternehmen Hoffnung auf einen einfacheren Zugang zu Rohstoffen wie seltenen Erden aus China. Man habe ihm zugesagt, dass die deutschen und europĂ€ischen Sorgen ĂŒber AusfuhrbeschrĂ€nkungen ernst genommen wĂŒrden, "und dass wir gemeinsame Lösungen im Sinne eines verlĂ€sslichen Zugangs und im Sinne verlĂ€sslicher Lieferketten finden wollen", sagte der Finanzminister nach GesprĂ€chen mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng in Peking.
Japans Wirtschaft schrumpft im Sommer nicht so stark wie befĂŒrchtet
TOKIO - Japans Wirtschaft ist im Sommer wegen schwacher Exporte und Investitionen geschrumpft. In den drei Monaten Juli bis September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,8 Prozent gesunken, teilte die japanische Regierung am Montag in Tokio mit. Es war der erste RĂŒckgang seit Anfang 2024. Von Bloomberg befragte Experten hatten allerdings mit einem noch etwas stĂ€rkeren Schrumpfen gerechnet. In den ersten beiden Quartalen 2025 war Japans Wirtschaft noch krĂ€ftig gewachsen.
Schweizer Wirtschaft schrumpft deutlich wegen US-Zöllen
BERN - Die US-Zölle fĂŒr Waren aus der Schweiz haben die Wirtschaft des Landes ĂŒberraschend stark belastet. Im dritten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 0,5 Prozent, wie das Staatssekretariates fĂŒr Wirtschaft (Seco) am Montag in Bern nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung deutlich schlechter ausgefallen als von Ăkonomen erwartet. Von Bloomberg erfasste Analysten hatten fĂŒr die drei Monate Juli bis September im Schnitt nur einen leichten DĂ€mpfer von 0,1 Prozent erwartet.
EZB-VizeprÀsident warnt vor Kursverlusten an den Börsen durch KI-Schock
FRANKFURT - Der VizeprĂ€sident der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, hat vor der Gefahr von Kursverlusten an den Börsen gewarnt. Diese könnte von hoch bewerteten US-Tech-Aktien und dem Hype um KĂŒnstliche Intelligenz ausgehen, sagte de Guindos am Montag auf der "Euro Finance Week" in Frankfurt. Die FinanzmĂ€rkte seien anfĂ€llig fĂŒr starke Anpassungen der Vermögenspreise.
Fed-Vize sieht AbwĂ€rtsrisiken fĂŒr die BeschĂ€ftigung
KANSAS CITY - Der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Philip Jefferson, hat auf mögliche Risiken fĂŒr den amerikanischen Arbeitsmarkt hingewiesen. In einer Rede bei der regionalen Notenbank von Kansas City sagte er am Montag laut Redetext, dass die AbwĂ€rtsrisiken fĂŒr die BeschĂ€ftigung in den vergangenen Monaten gestiegen seien. Gleichzeitig machte Jefferson aber auch deutlich, dass die Risiken fĂŒr die Inflation aufwĂ€rts gerichtet seien.
ROUNDUP 2: RĂŒstungsexport-BeschrĂ€nkungen fĂŒr Israel werden aufgehoben
BERLIN - Nach dreieinhalb Monaten hebt die Bundesregierung die wegen des Gaza-Kriegs verhĂ€ngten BeschrĂ€nkungen fĂŒr RĂŒstungsexporte nach Israel wieder auf. Diese Entscheidung gelte ab dem 24. November, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur.
ROUNDUP 4/Polen: Anschlag auf Bahngleis sollte vermutlich Zug sprengen
WARSCHAU - In Polen haben Unbekannte einen Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnlinie verĂŒbt. Die polnische Regierung sprach von einem Sabotageakt. Sie geht davon aus, dass der Anschlag einem Zug galt. "Die Explosion unweit der Ortschaft Mika hatte höchstwahrscheinlich zum Ziel, einen Zug von Warschau nach Deblin in die Luft zu sprengen", sagte Polens Regierungschef Donald Tusk bei einem Besuch vor Ort. "GlĂŒcklicherweise ist es nicht zu einer Tragödie gekommen, aber die Sache ist sehr ernst."
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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