dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 16.09.2025 - 17.00 Uhr
16.09.2025 - 17:05:01USA: EinzelhandelsumsÀtze steigen stÀrker als erwartet
WASHINGTON - Die UmsÀtze im US-Einzelhandel sind im August stÀrker als erwartet gestiegen. Sie legten im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.
USA: Industrieproduktion steigt unerwartet
WASHINGTON - In den USA ist die Industrieproduktion im August unerwartet gestiegen. Die Produktion habe um 0,1 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen einen RĂŒckgang um 0,1 Prozent erwartet.
ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich unerwartet auf
MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten haben sich im September unerwartet aufgehellt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg gegenĂŒber dem Vormonat um 2,6 Punkte auf 37,3 Punkte, wie das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem RĂŒckgang auf 25 Punkte gerechnet. Im August war der Indikator noch merklich gesunken.
ROUNDUP 2: Steinmeier und Merz lehnen Polens Reparationsforderungen ab
BERLIN - Polens neuer PrĂ€sident Karol Nawrocki ist beim Antrittsbesuch in Berlin mit seiner Forderung nach Reparationen fĂŒr die SchĂ€den aus dem Zweiten Weltkrieg abgeblitzt. BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier wies sie - wie frĂŒher auch schon - entschieden zurĂŒck. Er erklĂ€rte, diese Frage sei "aus deutscher Sicht rechtlich abschlieĂend geklĂ€rt", wie seine Sprecherin Cerstin Gammelin auf der Plattform X schrieb. Die Förderung des Gedenkens und Erinnerns bleibe aber ein gemeinsames Anliegen.
ROUNDUP: Millionen Haushalte können Strom und Gas nicht zahlen
WIESBADEN - Millionen Haushalte in Deutschland können ihre Strom- und Gasrechnung nicht bezahlen. Etwa 4,2 Millionen Menschen hierzulande lebten im Jahr 2024 nach eigenen Angaben in Haushalten, die bei Rechnungen von Energieversorgern in Zahlungsverzug waren.
Milliardendefizit: StÀdtische Haushalte 'kollabieren gerade'
POTSDAM - StĂ€dte und Gemeinden befĂŒrchten Haushaltslöcher von bis zu 36 Milliarden Euro in diesem Jahr und fordern dringend Entlastung bei Sozialkosten und Verwaltungsaufgaben. Topthema sei dabei nicht das BĂŒrgergeld, sondern die Pflege, sagte der PrĂ€sident des Deutschen StĂ€dtetags, Burkhard Jung.
ROUNDUP: Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine
KIEW - Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen ĂŒberzogen. Das Moskauer MilitĂ€r habe nach vorlĂ€ufigen Angaben zehn SchlĂ€ge mit einem Mehrfachraketenwerfer auf die Stadt und den Kreis Saporischschja ausgefĂŒhrt, teilte die ukrainische Nationalpolizei mit. Zwei Menschen wurden getötet, 18 weitere verletzt, wie MinisterprĂ€sidentin Julia Swyrydenko mitteilte. Die Polizei hatte zunĂ€chst von einem Todesopfer und 13 Verletzten gesprochen, darunter zwei MinderjĂ€hrige im Alter von 4 und 17 Jahren. MilitĂ€rgouverneur Iwan Fedorow zufolge wurden zehn Wohnblocks und zwölf HĂ€user beschĂ€digt.
EU treibt Beitrittsverhandlungen mit Albanien voran
BRĂSSEL - Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit dem Westbalkanland Albanien voran. Bei einem Europaminister-Treffen fĂ€llt der Startschuss fĂŒr GesprĂ€che ĂŒber die Aufnahmebedingungen im Themenfeld Energie, Verkehr, Umwelt und Klimapolitik. Damit laufen nun in fĂŒnf der insgesamt sechs sogenannten Clustern Verhandlungen. Weiterhin nicht begonnen haben GesprĂ€che ĂŒber das Themenfeld, in dem es etwa um Landwirtschaft und Fischerei geht.
Draghi zeichnet dĂŒstere Zukunft fĂŒr EU-Wirtschaft
BRĂSSEL - Der ehemalige italienische Regierungs- und EZB-Chef Mario Draghi zeichnet ein dĂŒsteres Zukunftsbild fĂŒr Europas Wirtschaft. "Unser Wachstumsmodell verliert an Bedeutung, die Schwachstellen nehmen zu, und es gibt keinen klaren Weg, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren", sagte Draghi bei einer Rede in BrĂŒssel. Die Energiepreise seien weiterhin zu hoch, zu wenige Unternehmen arbeiteten mit kĂŒnstlicher Intelligenz und es gebe Nachholbedarf beim Aufbau der Mikrochipproduktion.
Eurozone: Industrieproduktion steigt nur leicht
LUXEMBURG - Die Industrieproduktion der Eurozone ist im Juli nur leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte die Fertigung um 0,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stÀrkeren Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich stieg die Produktion in der Eurozone im Juli wie von Analysten erwartet um 1,8 Prozent.
Italien: Inflation sinkt unerwartet auf 1,6 Prozent
ROM - In Italien ist die Inflationsrate im August niedriger als erwartet ausgefallen. Die nach europÀischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht um 1,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einer BestÀtigung der ErstschÀtzung von 1,7 Prozent gerechnet. Im Juli hatte die Rate bei 1,7 Prozent gelegen
Deutschland fliegt aus den Top 10 der innovativsten LĂ€nder
GENF - Deutschland fĂ€llt in der Weltrangliste der innovativsten LĂ€nder weiter zurĂŒck. Nach Platz 8 im Jahr 2023 und Platz 9 im vergangenen Jahr liegt die Bundesrepublik nun auf Platz 11, wie die UN-Organisation fĂŒr geistiges Eigentum (Wipo) in Genf berichtet.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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