Deutschland und Italien legen VorschlĂ€ge fĂŒr EU-Wettbewerbsgipfel vor
21.01.2026 - 09:05:52 | dpa.deFebruar haben Deutschland und Italien gemeinsame VorschlĂ€ge vorgelegt. Sie sehen eine Vertiefung des EU-Binnenmarkts mit seinen rund 450 Millionen Verbrauchern, eine VerkĂŒrzung von Genehmigungsverfahren fĂŒr Unternehmen und BĂŒrger und eine Abschaffung von Rechtsvorschriften vor, die die Wirtschaft belasten. Es gehe darum "Wachstum, strategische Autonomie und eine geringere AnfĂ€lligkeit gegenĂŒber externen Schocks" zu gewĂ€hrleisten, heiĂt es in dem dreiseitigen Papier, das vor dem Gipfel an RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa, die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten versandt werden soll.
Regierungskonsultationen am Freitag
Das gemeinsame Papier ist Ausdruck einer engeren Zusammenarbeit, die beide LÀnder anstreben. Am Freitag reisen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und mehrere Minister nach Rom zu den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen. Dort soll es neben WettbewerbsfÀhigkeit um eine engere Kooperation in der Verteidigungs- und Migrationspolitik gehen.
Zwei bis drei Prozent Wachstum erhofft
Von einer Vertiefung des Binnenmarkts erhoffen sich Deutschland und Italien laut Papier fĂŒr ihre eigenen Bruttoinlandsprodukte einen Wachstumsschub von zwei bis drei Prozent und fĂŒr einige andere Mitgliedstaaten sogar das Zwei- bis Dreifache. Beide LĂ€nder streben eine Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs ĂŒber den Abbau von Handelsbarrieren in strategisch wichtigen Bereichen wie Dienstleistungen, Energie, KapitalmĂ€rkte sowie im Digital- und Telekommunikationssektor an.
Handelspolitik: "Wir brauchen mehr Ehrgeiz"
Zudem wird in dem Papier eine mutigere Handelspolitik der EU gefordert. Das Abkommen mit den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten sei nur ein erster Schritt in diese Richtung. "Wir brauchen mehr Ehrgeiz, mehr Fokus und mehr Geschwindigkeit", heiĂt es in dem Papier.
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