ROUNDUP, Erpressung

Erpressung mit Gift in Babynahrung - Noch ein Glas gesucht

20.04.2026 - 16:28:43 | dpa.de

Die Kriminalpolizei ermittelt nach dem Fund von Rattengift in Babynahrung wegen versuchter Erpressung des Herstellers Hipp.

Das Verfahren unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt richte sich gegen Unbekannt, teilte das PolizeiprÀsidium Oberbayern Nord mit. Bei der Kripo sei eine Ermittlungsgruppe namens "Glas" eingerichtet worden.

Die Polizei in Österreich weitete inzwischen die Suche nach einem möglicherweise vergifteten Glas mit Babynahrung aus. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung und haben nun auch Kontakt zu KindergĂ€rten und Pflegeeinrichtungen aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei im Bundesland Burgenland.

Am Wochenende war ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm der Firma Hipp im Burgenland sichergestellt worden. Zumindest zwei GlÀser sollen in dieser Region in Umlauf gebracht worden sein.

FĂŒnf manipulierte GlĂ€ser gefunden

Insgesamt wurden laut PolizeiprĂ€sidium Oberbayern Nord in den drei LĂ€ndern Österreich, Tschechien und der Slowakei fĂŒnf manipulierte BabynahrungsglĂ€ser entdeckt. In Deutschland wurden keine mit Gift verunreinigten GlĂ€ser gefunden.

Die österreichische Agentur fĂŒr Gesundheit und ErnĂ€hrungssicherheit (Ages) hatte am Samstag von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben. Sie strich diesen Hinweis spĂ€ter aus ihrer Pressemitteilung.

Nach Angaben der Polizei in Ingolstadt war eine E-Mail mutmaßlicher TĂ€ter am 16. April bekanntgeworden. Danach seien sofort alle nötigen Maßnahmen im In- und Ausland getroffen worden, hieß es.

Gutachten soll Dosis von Rattengift bestimmen

Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt nach eigenen Aussagen wegen "vorsĂ€tzlicher GemeingefĂ€hrdung". Laut einem vorlĂ€ufigen toxikologischen Gutachten sei Rattengift im sichergestellten Glas festgestellt worden. Nun erfolge eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen und wie gefĂ€hrlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wĂ€re, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.

Laut Polizei wĂ€ren manipulierte GlĂ€ser an einem beschĂ€digten Deckel oder am Fehlen des Plopp-Lautes beim Öffnen erkennbar. Zudem sollen die manipulierten GlĂ€ser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.

Bei AuffĂ€lligkeiten an den Babykost-GlĂ€schen sollte der Inhalt nicht verzehrt und umgehend die Polizei verstĂ€ndigt werden, hieß es. Insbesondere sei beim Öffnen des Glases auf das sogenannte Knack-GerĂ€usch zu achten. Sollte dieses fehlen, könne eine BeschĂ€digung oder Manipulation vorliegen, warnten die Ermittler.

Auch Tschechien und Slowakei betroffen

Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europÀischen LÀndern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, seien nicht betroffen, sagte am Wochenende Hipp-Sprecher Clemens Preysing der Deutschen Presse-Agentur.

Er bestĂ€tigte, dass außer in Österreich mit Rattengift verseuchte manipulierte GlĂ€schen auch in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht seien. Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hĂ€tten vorsorglich alle Hipp-GlĂ€schen aus dem Verkauf genommen, sagte der Hipp-Sprecher. Er sprach von einem "einen externen kriminellen Eingriff" und betonte: "Der Vorfall steht in keinem Zusammenhang mit ProduktqualitĂ€t oder Herstellung."

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69217979 |