EFSA bestätigt Sicherheit von Süßstoff Sucralose
09.04.2026 - 05:30:39 | boerse-global.deDie Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält den umstrittenen Süßstoff für unbedenklich – unter einer wichtigen Bedingung. Ihre Neubewertung bringt jedoch auch neue Fragen ans Licht.
Die Debatte um Zuckerersatz ist damit nicht beendet. Während Verbraucher nach gesünderen Alternativen suchen, liefert die aktuelle Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) neue Erkenntnisse. In einem am 17. Februar veröffentlichten Gutachten bestätigte die Behörde die Sicherheit von Sucralose (E 955) für die derzeit zugelassenen Verwendungen. Entscheidend ist dabei die Einhaltung der festgelegten täglichen Höchstmenge (ADI).
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Gleichzeitig schränkt die EFSA ein: Für mögliche, neue Anwendungen jenseits der aktuellen Zulassung konnte keine Sicherheit bestätigt werden. Zudem laufen Untersuchungen zu chemischen Prozessen, die bei der Erhitzung von Sucralose unter extrem hohen Temperaturen ablaufen können.
Süßstoffe versus Zuckeraustauschstoffe: Der entscheidende Unterschied
Um die Bewertung einzuordnen, ist die begriffliche Trennung zentral. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unterscheidet zwei Gruppen:
* Süßstoffe wie Sucralose, Aspartam oder Stevia sind synthetisch oder pflanzlich, haben eine extrem hohe Süßkraft und liefern fast keine Kalorien.
* Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Erythrit sind Zuckeralkohole. Sie sind weniger süß, enthalten aber auch weniger Kalorien als Haushaltszucker und gelten als zahnfreundlicher.
Forschung hinterfragt langfristige metabolische Effekte
Trotz der behördlichen Entwarnung bleiben kritische Stimmen in der Wissenschaft laut. Sie fragen: Ist etwas, das als toxikologisch unbedenklich gilt, auch langfristig gesundheitlich neutral?
Einige Studien deuten auf Zusammenhänge zwischen dem Konsum bestimmter Süßstoffe und einem erhöhten Risiko für das Metabolische Syndrom hin. Im Fokus steht dabei die mögliche Beeinflussung des Darmmikrobioms und der Blutzuckerregulation. Ob diese Effekte direkt auf die Süßstoffe zurückgehen oder durch begleitende Lebensstilfaktoren verursacht werden, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
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Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht keinen klaren Nutzen. Sie rät davon ab, zuckerfreie Süßstoffe zur Gewichtskontrolle einzusetzen, da langfristig kein Vorteil für die Reduzierung von Körperfett nachweisbar sei.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Die EFSA-Bewertung bietet einen verlässlichen regulatorischen Rahmen. Die einfache Frage nach dem "ungefährlichsten" Süßstoff lässt sich dennoch nicht pauschal beantworten. Ernährungsexperten raten zu einem grundlegenden Ansatz: Statt Zucker einfach durch Ersatz zu kompensieren, sollte der Gesamtzuckerkonsum bewusst reduziert werden. Die EFSA wird in ihrem Neubewertungsprogramm voraussichtlich weitere Stellungnahmen zu Süßungsmitteln veröffentlichen. Für eine informierte Entscheidung lohnt der Blick auf die aktuellen Informationen der Lebensmittelsicherheitsbehörden.
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