AKTIE IM FOKUS 3: Delivery Hero nach Zahlen und Schwankungen doch im Minus
27.02.2026 - 18:40:09 | dpa.de(neu: Minus letztlich wieder etwas gröĂer, Telefonkonferenz, JPMorgan)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Delivery Hero DE000A2E4K43 sind am Freitag nach GeschĂ€ftszahlen relativ stark geschwankt. Wurde das Minus bis zum frĂŒhen Nachmittag noch auf mehr als 8 Prozent ausgeweitet, konnte es zwischenzeitlich aufgeholt werden. Am Ende stand dann aber wieder ein Abschlag von 4,4 Prozent auf der Kurstafel, der die Titel zum Schlusslicht im MDax machte. Der Kurs blieb unter der zuletzt umkĂ€mpften 20-Euro-Marke.
Analystin Annick Maas von Bernstein Research sprach von durchwachsenen Resultaten des Essenlieferdienstes im Schlussquartal. Der Umsatz sei etwas hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben, wĂ€hrend der freie Finanzmittelfluss positiv ĂŒberrascht habe und das Asien-GeschĂ€ft endlich wieder wachse. Der Umsatz des vierten Quartals sei etwas mau gewesen, schrieb Andrew Ross von der britischen Investmentbank Barclays.
Monique Pollard von Citigroup sprach auch von einem enttĂ€uschenden Zwischenbericht. Sie erwĂ€hnte noch, dass es von den Unternehmen keinen konkreten Ausblick gegeben habe, was aber auch nicht groĂ ĂŒberrasche. Sie erwartet diesen erst mit dem Jahresbericht Ende MĂ€rz.
Im Fokus stand im Tagesverlauf auch eine Telefonkonferenz des Unternehmens. Der JPMorgan-Experte Marcus Diebel berichtete davon mit einem ermutigenden Fazit. Er attestierte dem Essenlieferdienst eine weiterhin starke GeschÀftsdynamik, betonte aber, mögliche Abspaltungen von GeschÀftsteilen seien derzeit der wichtigste Kurstreiber.
Die Aktien des Essenlieferdienstes sind schon lĂ€nger von anderen EinflĂŒssen geprĂ€gt als der Entwicklung des TagesgeschĂ€fts. Zuletzt belastete ein RĂŒckschlag in einem Gerichtsprozess in Italien, doch in der Zeit davor war Fantasie dafĂŒr aufgekommen, dass einzelne GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten zu Geld gemacht werden könnten.
Das Unternehmen selbst hatte im Dezember in einem Brief an die AktionĂ€re seine Unzufriedenheit mit der Aktienbewertung betont und die PrĂŒfung strategischer Optionen zugesagt. Davor schon hatte eine Gruppe institutioneller Anleger angefangen, Druck auf das Management auszuĂŒben.
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