AKTIE IM FOKUS 2: Fraport weiter erholt - Cashflow frĂŒher positiv als gedacht
17.03.2026 - 12:56:41 | dpa.de(neu: Kurse aktualisiert, mehr Stimmen.)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach erfreulichen GeschĂ€ftszahlen sind die Aktien von Fraport DE0005773303 auf ihrem am Montagmorgen begonnenen Erholungsweg geblieben. Die Papiere des Flughafenbetreibers zogen gegen Dienstagmittag um 5,6 Prozent auf 75,65 Euro an. Damit befanden sie sich in der Spitzengruppe des moderat steigenden Index der mittelgroĂen Werte MDax DE0008467416.
Analysten lobten ĂŒberwiegend die von Fraport vorgelegten Resultate. Dank des FluggeschĂ€fts und der Bodenabfertigung habe das operative Ergebnis seine Annahme und die Markterwartung ĂŒbertroffen, schrieb etwa Cristian Nedelcu von der Schweizer GroĂbank UBS.
Elodie Rall von JPMorgan von der US-Bank JPMorgan hob vor allem den freien Barmittelzufluss positiv hervor, der im Vorjahr erstmals seit 2018 wieder positiv gewesen sei - und damit ein Jahr frĂŒher als gedacht.
Auch der Ausblick auf 2026 klinge recht gut, fuhr Rall fort. Fraport will das operative Ergebnis weiter steigern.
Graham Hunt Analysehaus Jefferies hielt wie Rall an seiner Empfehlung fĂŒr die Aktien von Fraport fest. Der Experte verwies auf die bestĂ€tigten Ziele fĂŒr 2030 sowie die BekrĂ€ftigung der langfristigen AusschĂŒttungsquote.
Zu Wochenbeginn waren die Anteilsscheine von Fraport mit 68,50 Euro zeitweise auf ein Jahrestief gerutscht und hatten seit Beginn des Iran-Kriegs somit fast 18 Prozent verloren. Bis zum Handelsende konnten die Papiere diese Verluste allerdings bereits verringern.
Inzwischen hat sich das Chartbild fĂŒr die Fraport-Aktien deutlich aufgehellt. Sie notieren nun deutlich ĂŒber der 200-Tage-Durchschnittslinie, die den langfristigen Trend beschreibt. Zudem liegt der Kurs jetzt auf Höhe der 100-Tage-Linie als MaĂstab fĂŒr den mittelfristigen Trend.
Auf kurze Sicht aber schlĂ€gt noch die Verunsicherung derjenigen Anleger ins Kontor, die stark in Aktien der Reise- und Freizeitbranche engagiert sind. Denn der Iran-Krieg fĂŒhrte zu einem Höhenflug der Ălpreise, wodurch sich auch die Treibstoffkosten von Fluggesellschaften erhöhten. Zudem können Flugstreichungen, operative Behinderungen und eine geringere Nachfrage die ProfitabilitĂ€t drĂŒcken.
Der entsprechende europĂ€ische Branchenindex CH0019112744 hat seit Ausbruch des Iran-Kriegs am 28. Februar mehr als sieben Prozent verloren. Der breit aufgestellte Index Stoxx Europe 600 EU0009658202 hat in diesem Zeitraum nur gut fĂŒnf Prozent eingebĂŒĂt./la/ag/men
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