AKTIE IM FOKUS 2: Microsoft brechen ein - Bedenken am Wachstum im KI-Bereich
29.01.2026 - 23:05:38 | dpa.de(neu: Spitzenminus, Tief seit April, Schlusskurs)
NEW YORK (dpa-AFX) - Big Tech hat am Donnerstag am New Yorker Aktienmarkt nach Quartalszahlen von Microsoft US5949181045 und Meta US30303M1027 die Akzente gesetzt. WĂ€hrend die Meta-Anleger Grund zum Jubeln hatten, kamen jene von Microsoft ins GrĂŒbeln. Anleger gaben dem an den US-Börsen dann auch etwas mehr Gewicht.
Die Titel des Softwareriesen rutschten am Donnerstag mit gut 420 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende April ab. In der Spitze hatten die Aktien 12,5 Prozent eingebĂŒĂt, bevor sie den Abschlag mit dem Schlusskurs von 433,50 Dollar auf 10 Prozent reduzierten. Sie belasteten damit weite Teile des Tech-Umfelds. Der davon geprĂ€gte Leitindex gab nach, obwohl der Social-Media-Riese Meta bessere Nachrichten zu bieten hatte.
Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um KĂŒnstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste erneut krĂ€ftig zulegen, allerdings fiel das Wachstum im zweiten Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2025/26 nicht mehr so hoch aus wie im Vorquartal. Zusammen mit den Sorgen ĂŒber die stark gestiegenen Kosten belastet das nachlassende Wachstum den Aktienkurs.
Die Microsoft-Aktien, die in den vergangenen Monaten bereits einen schweren Stand hatten, entfernten sich mit dem Abschlag am Donnerstag weiter vom Rekordhoch von rund 555 Dollar Ende Juli. Titel aus dem Software-Sektor waren weltweit unter Druck, was auch ein Kurseinbruch von 16 Prozent bei SAP DE0007164600 zeigte. In den USA verloren Salesforce US79466L3024-Titel mehr als sechs Prozent.
Der Ausblick von Microsoft fĂŒr das Cloud-GeschĂ€ft im laufenden Quartal wurde ĂŒberwiegend als eher verhalten eingestuft. Finanzchefin Amy Hood verwies erneut darauf, dass KapazitĂ€tsengpĂ€sse das Wachstum in der Cloud-Sparte ausbremsen. Daher seien hohe Investitionen notwendig.
Diese fĂŒhrten wohl erst einmal nicht zu nennenswert höherem Wachstumstempo im Cloud-GeschĂ€ft Azure, schrieb Gabriela Borges von Goldman Sachs und senkte das Kursziel um 55 auf 600 US-Dollar. KapazitĂ€tsengpĂ€sse prĂ€gten weiter das GeschĂ€ft, hieĂ es von Mark Murphy von JPMorgan. Der Umsatzausblick fĂŒr das dritte GeschĂ€ftsquartal liege wĂ€hrungsbereinigt etwas unter den Erwartungen. Auch Murphy reduzierte das Kursziel, und zwar um 25 auf 550 Dollar.
In den vergangenen Monaten kam Microsoft beim Ausbau der Infrastruktur nicht hinterher, unter anderem weil die Nachfrage nach Cloud-Angeboten und Produkten mit KĂŒnstlicher Intelligenz so stark gewachsen ist.
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