Zuckersteuer-Vorstoß, Bundesrat

Zuckersteuer-Vorstoß erreicht den Bundesrat

26.03.2026 - 02:59:43 | boerse-global.de

Schleswig-Holstein bringt eine Zuckersteuer für Getränke und ein Verkaufsverbot von Energydrinks an Minderjährige in den Bundesrat ein. Der Vorstoß wird von Medizinern unterstützt und soll die Gesundheitskosten senken.

Zuckersteuer-Vorstoß erreicht den Bundesrat - Foto: über boerse-global.de
Zuckersteuer-Vorstoß erreicht den Bundesrat - Foto: über boerse-global.de

Schleswig-Holstein bringt heute eine Zuckersteuer für Getränke in den Bundesrat ein. Der Antrag sieht auch ein Verkaufsverbot von Energydrinks an Minderjährige vor. Damit setzt die Länderkammer ein starkes Signal für eine schärfere Gesundheitspolitik.

Länder treiben die Debatte voran

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will die Diskussion auf nationaler Ebene neu entfachen. Ein ähnlicher Vorstoß scheiterte zuvor auf einem CDU-Parteitag. Die Kieler Landesregierung hält freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie für gescheitert. Nur eine Steuer biete den nötigen Anreiz, Rezepturen zu ändern.

Die Einnahmen aus der Abgabe sollen zweckgebunden sein. Geplant ist die Finanzierung von Präventionsprogrammen, besonders für Kinder und Jugendliche.

Anzeige

Ein zu hoher Zuckerkonsum kann sich langfristig negativ auf die Gesundheit und wichtige Körperwerte auswirken. Dieser kostenlose Ratgeber hilft Ihnen dabei, Ihre Blutwerte wie Cholesterin oder TSH richtig zu deuten und gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Gratis-Report: Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern

Breite Allianz fordert entschlossenes Handeln

Mediziner und Verbraucherschützer unterstützen den Vorstoß mit Nachdruck. Organisationen wie die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Foodwatch appellieren an die Ministerpräsidenten. Sie sehen in zuckergesüßten Getränken einen Haupttreiber für Volkskrankheiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) begrüßt den Ansatz. Erwachsene in Deutschland konsumieren im Schnitt täglich 95 Gramm Zucker – fast doppelt so viel wie von der WHO empfohlen. Flüssiger Zucker wird besonders schnell aufgenommen und kann den Stoffwechsel nachhaltig schädigen. Rund 9,3 Millionen Menschen leben hierzulande bereits mit Diabetes.

Internationale Vorbilder und politische Hürden

Mehr als hundert Länder haben bereits ähnliche Steuern eingeführt. In Großbritannien sank der Zuckergehalt in Softdrinks nach einer 2018 eingeführten Abgabe um etwa 30 Prozent. Der Zuckerkonsum bei Kindern halbierte sich nahezu.

Anzeige

Wer seinen Stoffwechsel entlasten und Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck natürlich entgegenwirken möchte, findet hier praxiserprobte Unterstützung. Der kostenlose Report zeigt Ihnen 8 effektive Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Werte ohne zusätzliche Medikamente positiv beeinflussen können. 8 natürliche Wege gegen Bluthochdruck kostenlos entdecken

Doch in Deutschland stehen politische Widerstände im Weg. Das Bundesfinanzministerium lehnte die Idee zuletzt ab, da sie nicht im Koalitionsvertrag stehe. Eine Studie beziffert die jährlichen Gesundheitskosten durch übermäßigen Zuckerkonsum auf knapp zwölf Milliarden Euro. Befürworter argumentieren, eine Steuer könne diese Folgekosten deutlich senken.

Öffentlichkeit ist mehrheitlich dafür

Die Bevölkerung zeigt sich aufgeschlossen. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 60 Prozent eine gestaffelte Zuckersteuer befürworten. Die Zustimmung ist bei Älteren besonders hoch, Jüngere sind etwas skeptischer.

Auch unter den Wählern aller großen Parteien gibt es mehrheitliche Unterstützung. Die heutige Bundesratsentscheidung könnte den Druck auf die Ampelkoalition in Berlin deutlich erhöhen. Sie markiert einen möglichen Wendepunkt im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 68988807 |