Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: ATX zurĂŒck auf Rekordkurs

29.05.2026 - 18:39:42 | dpa.de

Angesichts des neuen Optimismus ĂŒber Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat sich der ATX AT0000999982 am Freitag wieder bis auf wenige Punkte an das zwei Tage zuvor erreichte Rekordhoch herangewagt.

Zum Handelsende lag der österreichische Index 1,76 Prozent höher auf 6.148,87 Punkten.

Auf Wochensicht fuhr der ATX ein Plus von 2,8 Prozent ein. Die Mai-Bilanz fĂ€llt mit einem Zuwachs von gut sechs Prozent noch besser aus. FĂŒr den ATX Prime ging es zum Wochenausklang um 1,74 Prozent auf 3.039,39 ZĂ€hler hinauf. Im europĂ€ischen Umfeld verzeichneten die AktienmĂ€rkte moderate Gewinne. Die Ölpreise gaben im Gegensatz dazu nach.

Die Vereinigten Staaten und der Iran nĂ€hern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine VerlĂ€ngerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. BezĂŒglich einer AbsichtserklĂ€rung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-VizeprĂ€sident JD Vance. Ob allerdings PrĂ€sident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorlĂ€ufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestĂ€tigt.

Inflationsdaten aus der Eurozone fielen gemischt aus. In Deutschland kam es dank der benzinpreisdĂ€mpfenden Effekte des Tankrabatts zu einer rĂŒcklĂ€ufigen Teuerung im Mai. In Frankreich, Italien und Spanien verstĂ€rkte sich der Preisdruck hingegen.

FĂŒr gute Stimmung könnte auch die Aussicht auf eine Freigabe von EU-Fördergeldern fĂŒr Ungarn gesorgt haben. Viele österreichische Unternehmen sind stark in dem zuletzt wirtschaftlich schwĂ€chelnden EU-Land engagiert. Nun will die EuropĂ€ische Kommission festgesetzte EU-Mittel in Höhe von bis zu 16,4 Milliarden Euro fĂŒr das Land freigeben. Der Großteil des Geldes solle fließen, wenn von Ungarn beschlossene Reformen und Investitionen umgesetzt seien, sagte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen am Freitag nach einem Treffen mit dem neuen ungarischen MinisterprĂ€sidenten Peter Magyar in BrĂŒssel.

Unternehmensseitig standen in Wien vor dem Wochenende noch Uniqa und CPI Europe mit Zahlenvorlagen im Fokus. Anteilscheine von Uniqa verzeichneten einen Zuwachs von 4,9 Prozent. Der Versicherer steigerte Umsatz und Gewinn, wobei die verrechneten PrĂ€mien um 14 Prozent zulegten. Den Jahresausblick bestĂ€tigte das Unternehmen. Erste-Analyst Thomas Unger bezeichnete das Zahlenwerk in einer ersten Reaktion als "solide" und verwies mit Blick auf das starke PrĂ€mienwachstum auf das saisonal starke RĂŒckversicherungssegment.

CPI-Aktien stiegen um 5,4 Prozent. Der Immobilienkonzern hat im ersten Quartal das Konzernergebnis - nicht zuletzt aufgrund von Bewertungen - mehr als verdoppelt. Das Ergebnis stieg auf 105,5 Millionen Euro, nach 47,5 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Unter den weiteren ATX-Werten waren zum Wochenschluss insbesondere konjunktursensible Werte aus den Sektoren Bau und Banken gefragt. Bawag AT0000BAWAG2 und Erste Group AT0000652011 legten jeweils um gut zwei Prozent zu, RBI gewannen sogar 4,4 Prozent. An die ATX-Spitze kletterte Porr mit plus 5,9 Prozent. DO&CO stieg angesichts der Entspannungssignale im Nahen Osten um 4,4 Prozent. VIG AT0000908504 gewann nach der negativen Reaktion auf Zahlen vom Vortag 3,4 Prozent. AT&S erreichten im Verlauf erneut ein Rekordhoch, brachten aber nur ein Plus von 0,6 Prozent ĂŒber die Ziellinie.

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