Xi und Putin verabschieden ErklÀrung - auch zu Ukraine-Krieg
20.05.2026 - 12:50:39 | dpa.de"Die Seiten unterstĂŒtzen alle BemĂŒhungen, die zur Herstellung eines langfristigen und dauerhaften Friedens beitragen", hieĂ es in einem der zwei zentralen Dokumente zu den Ergebnissen des Gipfeltreffens. Eine Lösung solle durch Verhandlungen und Dialog gefunden werden.
Einen Aufruf Chinas zur Beendigung des russischen Krieges gab es nicht. Vielmehr lobte Russland in dem Papier "die objektive und unvoreingenommene Haltung" Pekings im Ukraine-Krieg. Und es findet sich eine von Moskau immer wieder benutzte Formulierung zur "Notwendigkeit einer vollstĂ€ndigen Beseitigung der ursprĂŒnglichen Ursachen der ukrainischen Krise" in dem Dokument. Dazu zĂ€hlt Moskau etwa den in der ukrainischen Verfassung angestrebten Nato-Beitritt Kiews.
Peking und Moskau wollen MilitÀrzusammenarbeit vertiefen
Putin und Xi vereinbarten in dem Gipfeldokument auch, die militÀrische Zusammenarbeit der StreitkrÀfte beider LÀnder zu vertiefen. Ausgeweitet werden sollen etwa gemeinsame MilitÀrmanöver sowie Luft- und Meerespatrouillen. Zudem soll gemeinsam auf "verschiedene Herausforderungen und Drohungen" reagiert werden.
Russland bekannte sich der ErklÀrung zufolge auch dazu, dass die nach UnabhÀngigkeit strebende Insel Taiwan ein Bestandteil Chinas sei.
Kritik an Angriffen auf den Iran
In der GipfelerklĂ€rung riefen Russland und China nicht zuletzt zu Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts im Nahen Osten auf. Es bestehe Einigkeit, dass "die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gegen das internationale Recht und die grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen verstoĂen und die StabilitĂ€t im Nahen Osten ernsthaft untergraben".
Es mĂŒsse verhindert werden, dass sich der Konflikt ausweite. Moskau und Peking riefen auch die internationale Gemeinschaft auf, eine Deeskalation der Lage zu unterstĂŒtzen. Im Gazastreifen wiederum mĂŒsse alles fĂŒr einen dauerhaften Waffenstillstand und den Zugang der Menschen zu humanitĂ€rer Hilfe getan werden, hieĂ es.
Xi und Putin verurteilen EntfĂŒhrung und Tötung von Staatschefs
Putin und Xi verurteilten in einer ErklĂ€rung auch das "Gesetz des Dschungels" in der internationalen Politik. "Die Parteien stellen fest, Handlungen wie hinterhĂ€ltige MilitĂ€rschlĂ€ge gegen andere LĂ€nder, (...) die Ermordung von Vertretern der FĂŒhrung souverĂ€ner Staaten (...), die dreiste EntfĂŒhrung nationaler FĂŒhrer zum Zwecke eines Scheingerichts, verstoĂen grob gegen die Ziele und GrundsĂ€tze der Charta der Vereinten Nationen, die Normen des Völkerrechts", hieĂ es in dem Gipfeldokument weiter.
Das schade den Grundfesten der Weltordnung, betonten die beiden Seiten. Namentlich wird US-PrĂ€sident Donald Trump in dem Papier nicht genannt; er hatte in Venezuela Staatschef NicolĂĄs Maduro kidnappen und zuletzt unter Beteiligung Israels im Iran Teile der StaatsfĂŒhrung töten lassen. Russland und China missbilligten solche gewaltsame Einmischung von auĂen und vereinbarten in einer zweiten GipfelerklĂ€rung die Schaffung einer multipolaren Weltordnung.
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