Sitze, Parteien

630 Sitze, 29 Parteien, 4.506 Kandidaten: Zahlen zur Wahl

14.02.2025 - 11:15:13

Nur 13 Prozent unter 30, aber fast ein Viertel ĂŒber 70: Die Altersverteilung der Wahlberechtigten ist nur eins der Zahlenspiele bei der Bundestagswahl am 23. Februar.

  • Dieses Mal wird erstmalig nach dem neuen Wahlrecht gewĂ€hlt. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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  • 41 Parteien hat der Bundeswahlausschuss zur Wahl am 23. Februar zugelassen. - Foto: Michael Kappeler/dpa

    Michael Kappeler/dpa

  • FĂŒr Deutsche im Ausland wird eine Wahlbeteiligung wegen der knappen Fristen diesmal sehr knapp. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

    Sebastian Kahnert/dpa

Dieses Mal wird erstmalig nach dem neuen Wahlrecht gewĂ€hlt. - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa41 Parteien hat der Bundeswahlausschuss zur Wahl am 23. Februar zugelassen. - Foto: Michael Kappeler/dpaFĂŒr Deutsche im Ausland wird eine Wahlbeteiligung wegen der knappen Fristen diesmal sehr knapp. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

FĂŒnf Bewerbungen ums Kanzleramt, 41 anerkannte Parteien, Hunderttausende Freiwillige - und deutlich weniger Kandidatinnen und Bewerber als beim letzten Mal. Das sind die Zahlen und Fakten rund um die anstehende Bundestagswahl:

  • 59,2 Millionen Deutsche werden nach SchĂ€tzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Bundesgebiet wahlberechtigt sein. Bei der Wahl 2021 durften 61,2 Millionen Personen wĂ€hlen - die Differenz beruhe vor allem auf der demografischen Entwicklung, so Destatis. Hinzu kommen nach SchĂ€tzung des AuswĂ€rtigen Amtes mehr als drei Millionen Deutsche, die im Ausland leben. FĂŒr sie wird eine Beteiligung an der Wahl wegen der knappen Fristen aber diesmal sehr knapp.
  • Etwa 2,3 Millionen junge Deutsche sind seit der letzten Bundestagswahl volljĂ€hrig geworden und dĂŒrfen nun erstmals den Bundestag wĂ€hlen. Fast jeder vierte Wahlberechtigte (23,2 Prozent) ist ĂŒber 70 - mehr als 40 Prozent haben den sechzigsten Geburtstag hinter sich. Menschen unter 30 Jahren machen hingegen nur 13,3 Prozent der Wahlberechtigten aus.
  • 650.000 Ehrenamtliche werden gebraucht, um einen korrekten Wahlablauf sicherzustellen. Sie sorgen in Wahllokalen und bei der AuszĂ€hlung der Briefstimmen dafĂŒr, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die Berufung der Wahlhelfenden erfolgt ĂŒber die Gemeinden - meist wird auf Freiwillige gesetzt.
  • Insgesamt 4.506 Menschen bewerben sich um einen Sitz im neuen Bundestag, ein knappes Drittel von ihnen sind Frauen. Die Kandidatenzahl ist damit deutlich gesunken: 2021 gab es noch 6.211 Kandidaturen. 80 Prozent der derzeit 733 Bundestagsabgeordneten treten erneut an.
  • 630 Sitze sind im neuen Bundestag zu vergeben - gewĂ€hlt wird erstmals nach einem neuen Wahlrecht. Dabei wird ein Mischsystem aus Mehrheits- und VerhĂ€ltniswahl angewandt. Die Verteilung richtet sich nach dem VerhĂ€ltnis des Zweitstimmenergebnisses jeder Partei. Die Erststimme gibt den WĂ€hlenden jedoch weiterhin einen gewissen Einfluss auf die personelle Zusammensetzung des Parlaments.
  • 299 Wahlkreise gibt es in der Bundesrepublik - das sind Gebiete, die so zugeschnitten sind, dass sie jeweils ungefĂ€hr die gleiche Bevölkerungszahl reprĂ€sentieren - hier zĂ€hlen alle Bewohner, also nicht nur die Wahlberechtigten. Abweichungen bis zu 15 Prozent sind dabei zulĂ€ssig. FĂŒr die Bundestagswahl 2025 wurde aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ein Wahlkreis aus Sachsen-Anhalt an Bayern umverteilt - das heißt, Bayern hat einen weiteren Wahlkreis erhalten.
  • 41 Parteien hat der Bundeswahlausschuss zur Wahl am 23. Februar zugelassen. 29 treten tatsĂ€chlich an, teils aber nicht bundesweit. Parteien, die im Bundes- oder Landtag bereits mit fĂŒnf Abgeordneten vertreten sind, musste sich nicht erneut bewerben. Vor allem kleinere Parteien mussten noch eine erforderliche Anzahl von UnterstĂŒtzerunterschriften nachweisen.
  • 28 SchĂŒler bewerben sich um ein Bundestagsmandat, so eine Auswertung der Jobbörse Indeed, und 315 Kandidaten mit Doktortitel. Eine Analyse der gĂ€ngigsten Kandidaten-Vornamen zeigt demnach: Michael, Andreas und Thomas am hĂ€ufigsten vertreten (228). Vier Kandidaten haben den Vornamen Ali. Bei den Frauen, die etwa ein Drittel der Kandidaturen ausmachen, sind Anna, Anja, Julia und Susanne am hĂ€ufigsten vertreten. 
  • FĂŒnf Parteien haben Kanzlerkandidaten fĂŒr die Wahl benannt - obwohl eine Kanzlerin oder ein Regierungschef erst spĂ€ter von den Abgeordneten im Bundestag gewĂ€hlt wird. Union, AfD, SPD, GrĂŒne, und BSW dokumentieren damit aber selbstbewusst: Wir sind bereit, eine Regierung anzufĂŒhren.
@ dpa.de