Allensbach-Umfrage, AfD

AfD erreicht 27 Prozent und bleibt vor der Union

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 18:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die AfD liegt in der aktuellen Allensbach-Sonntagsfrage mit 27 Prozent vor der Union mit 23 Prozent. SPD und Grüne kommen jeweils auf 14 Prozent, während die FDP auf vier Prozent fällt.

Werte der Oktober-Befragung

  • Allensbach ermittelte die AfD mit 27 Prozent als stärkste Partei.
  • Die Union folgt mit 23 Prozent, vier Punkte weniger als im Januar.
  • Die Befragung fand vom 2. bis 16. Oktober 2026 mit 1.048 Personen statt.
Tino Chrupalla und Alice Weidel (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Allensbach sieht AfD bei 27 Prozent

Die AfD bleibt in der aktuellen Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach die Partei mit der größten Zustimmung in Deutschland. In der für die FAZ erhobenen Umfrage kommt sie auf 27 Prozent der Zweitstimmen, während die Unionsparteien 23 Prozent erreichen.

AfD verliert einen Punkt im Monatsvergleich

Der AfD-Wert liegt einen Prozentpunkt unter dem Ergebnis vom September, aber zwei Punkte über dem Stand vom Januar. Die Union bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert, hat seit Januar jedoch vier Prozentpunkte eingebüßt.

SPD steigt, Grüne halten sich bei 14 Prozent

Die SPD verbessert sich von 13 auf 14 Prozent und liegt damit einen Punkt unter ihrem Januar-Wert. Die Grünen verharren bei 14 Prozent, nachdem sie zu Jahresbeginn bei 11,5 Prozent gelegen hatten.

Linke legt zu, FDP fällt unter fünf Prozent

Die Linke erreicht elf Prozent und liegt damit jeweils einen Punkt über ihren Werten vom September und Januar. Die FDP sinkt von fünf auf vier Prozent; auf sonstige Parteien entfallen unverändert sieben Prozent.

1.048 Menschen befragt

Allensbach führte die Erhebung vom 2. bis 16. Oktober 2026 durch. Befragt wurden 1.048 Personen.

Die Allensbach-Zahlen zeichnen ein Parteiensystem, in dem die AfD trotz eines leichten Rückgangs im Monatsvergleich deutlich vor der Union liegt. Mit 27 Prozent erreicht sie zugleich einen höheren Wert als zu Jahresbeginn. Die Union verliert dagegen seit Januar vier Prozentpunkte und kommt auf 23 Prozent.

Bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb des übrigen Parteienspektrums. SPD und Grüne liegen jeweils bei 14 Prozent, während die Linke auf elf Prozent steigt. Damit bleibt der Abstand zwischen den drei Parteien begrenzt. Die FDP liegt mit vier Prozent unterhalb der Fünf-Prozent-Marke, die für den Einzug in den Bundestag maßgeblich ist.

Was die Zahlen bedeuten

Die Erhebung bildet die politische Stimmung in einem Befragungszeitraum vom 2. bis 16. Oktober ab und ist daher kein Wahlergebnis. Veränderungen von einzelnen Prozentpunkten sollten zudem im Zusammenhang mit der üblichen statistischen Schwankungsbreite von Umfragen bewertet werden. Der klare Abstand zwischen AfD und Union ist jedoch der zentrale Befund dieser Befragung.

Für die Parteien ergeben sich daraus unterschiedliche Herausforderungen: Die Union müsste ihren Abstand zur AfD verringern, SPD und Grüne um stabile Unterstützung ringen, und die FDP steht bei vier Prozent unter besonderem Druck. Die sieben Prozent für sonstige Parteien zeigen zugleich, dass ein relevanter Teil der Zustimmung außerhalb der sechs genannten Parteien liegt.

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