Unions-Politiker fordern Kippen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie
04.06.2026 - 07:24:58 | dts-nachrichtenagentur.deDie familien- und frauenpolitische Sprecherin Anne König (CDU) sagte, die Richtlinie werde keinen erkennbaren Mehrwert für die Gleichberechtigung von Frauen in der Arbeitswelt haben, sondern berge neues Konfliktpotenzial in den Betrieben. König rechnet damit, dass die Richtlinie die von den Befürwortern geweckten hohen Erwartungen an eine spürbare Verringerung der Lohnlücke in der Praxis gar nicht erfüllen werde. "Stattdessen stellt sie die Prinzipien der Leistungsgerechtigkeit, der unternehmerischen Freiheit und der Tarifautonomie insgesamt infrage und untergräbt damit zentrale Grundlagen unserer freiheitlichen Wirtschaftsordnung", so die CDU-Politikerin.
Die EU hat die Entgelttransparenzrichtlinie bereits 2023 verabschiedet. Sie muss bis zum 7. Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden. Das zuständige Bundesfamilienministerium hat jedoch bereits angekündigt, dass diese Frist nicht eingehalten werde.
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