BRN, Parteien

BSW-Krach in Brandenburg: Wagenknecht rÀumt VersÀumnisse ein

19.11.2025 - 06:52:45

BSW-GrĂŒnderin Sahra Wagenknecht rĂ€umt in der durch parteiinternen Krach ausgelösten Koalitionskrise in Brandenburg strategische VersĂ€umnisse in der Vergangenheit ein.

"Bei den MedienstaatsvertrĂ€gen etwa hĂ€tten wir frĂŒhzeitiger unsere Bedenken anmelden mĂŒssen", sagte Wagenknecht dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Das hatte aber keiner wirklich auf dem Schirm, weil wir eben eine so junge Partei sind und noch nicht diesen Referenten-Apparat haben, der in etablierten Parteien solche Aufgaben erledigt. Normalerweise hĂ€tte ein Referent dazu etwas aufgeschrieben und das Robert Crumbach mit ins Brandenburger Kabinett gegeben. Ich habe seit mehr als einem Jahr nicht mehr den Kopf frei gehabt, um ĂŒber strategische Fragen nachzudenken, weil ich full time mit Parteimanagement zu tun hatte." Wagenknecht glaubt an ein Fortbestehen der SPD-BSW-Koalition und einer VerstĂ€ndigung mit vier Abgeordneten, die vergangene Woche aus der Partei ausgetreten sind.

Sie sagte dem RND: "Die Austritte der vier Landtagsabgeordneten in Brandenburg sind bedauerlich, aber deshalb zerlegt sich das BSW noch lange nicht. Wir fĂŒhren GesprĂ€che und ich hoffe, dass sich der Konflikt lösen lĂ€sst. Ich finde richtig, dass jetzt vor Ort das GesprĂ€ch und eine Lösung gesucht wird und man nicht gleich Leute aus der Fraktion ausschließt." Der Brandenburger Landtag stimmt am Mittwoch ĂŒber die MedienstaatsvertrĂ€ge ab. Wagenknecht will auf dem BSW-Parteitag Anfang Dezember in Magdeburg nicht erneut fĂŒr den Parteivorsitz kandidieren. Sie will als Vorsitzende einer neuen Grundwertekommission strategisch fĂŒr die Partei arbeiten.

@ dts-nachrichtenagentur.de