Ăzdemir fĂŒr Umsetzung gelockerter EU-Umweltauflage mit Ausgleich
23.02.2024 - 15:51:23 | dpa.deDer GrĂŒnen-Politiker sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, er habe "einen Weg der Mitte" vorgeschlagen. Das heiĂe, einen Vorschlag der EU-Kommission eins zu eins umzusetzen und gleichzeitig dafĂŒr zu sorgen, dass Landwirtinnen und Landwirte kĂŒnftig mit Leistungen fĂŒr BiodiversitĂ€t mehr Geld in der Tasche hĂ€tten.
Die Kommission hat als Entlastung fĂŒr europĂ€ische Bauern eine Umweltauflage gelockert. RĂŒckwirkend zum 1. Januar wird die Vorgabe ausgesetzt, vier Prozent des Ackerlandes brachliegen zu lassen oder unproduktiv zu nutzen. Die Mitgliedstaaten können bis Ende Februar erklĂ€ren, ob sie von der Option Gebrauch machen wollen oder nicht.
Ăzdemir sagte: "Anstatt eine Krise auf Kosten der anderen zu lösen, mĂŒssen wir den Landwirtinnen und Landwirten entgegenkommen und beide Enden auf kluge Art zusammenbinden: WettbewerbsfĂ€higkeit und Artenschutz." Laut Ministerium sollten daher wegfallende BrachflĂ€chen durch verstĂ€rkte Förderangebote ausgeglichen werden. DafĂŒr sollten Mittel fĂŒr freiwillige Ăko-Regeln ab 2025 substanziell erhöht werden.
Der Minister sagte: "Ich werbe bei allen Koalitionspartnern dafĂŒr, diesen Mittelweg mitzugehen, und nicht die TĂŒr zuzuschlagen zu mehr Planungssicherheit und BiodiversitĂ€t, die sich fĂŒr die Landwirtinnen und Landwirte auszahlt." Deutschland unterstĂŒtze zudem den VorstoĂ der EU-Kommission fĂŒr stabile Regelungen bis zum Ende der Förderperiode 2027 anstelle jĂ€hrlicher Ausnahmen. "Es kann nicht sein, dass wir Ende Februar ĂŒber Ausnahmen diskutieren, wenn die Anbauplanungen schon im Herbst feststehen."
RĂŒckendeckung erhielt Ăzdemir am Freitag vom Bundesumweltministerium. Zwar sei es fĂŒr den Naturschutz schmerzlich, auf die verpflichtenden BiodiversitĂ€tsflĂ€chen zu verzichten, dennoch sei der Vorschlag des Landwirtschaftsministers ein guter Kompromiss, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums der dpa auf Anfrage. Das Umweltministerium werde "in den Regierungsfraktionen und in der Bundesregierung dafĂŒr werben, diesen Weg mitzugehen, um mehr FlexibilitĂ€t fĂŒr die Betriebe und auch mehr fĂŒr Natur und Umwelt zu erreichen."
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