Parteien, Gesundheit

Warken will private Pflegevorsorge steuerlich fördern

13.06.2026 - 09:55:53 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht sich fĂŒr eine stĂ€rkere Förderung der privaten Pflegevorsorge aus.

Warken will private Pflegevorsorge steuerlich fördern
Parteien - Nina Warken (Archiv) 13.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Ziel mĂŒsse es sein, den Abschluss zusĂ€tzlicher privater Pflegeversicherungen attraktiver zu machen, sagte Warken den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe".

"Es muss attraktiver werden, zusĂ€tzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen", sagte die Ministerin. DafĂŒr mĂŒsse es aus ihrer Sicht möglich sein, die gezahlten BeitrĂ€ge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. "Das mĂŒssen wir innerhalb der Bundesregierung besprechen."

Warken Ă€ußerte sich im Zusammenhang mit ihrer geplanten Pflegereform. Es gehe nicht darum, die finanziellen Probleme der Pflegeversicherung auf StĂ€dte und Kommunen abzuwĂ€lzen. "Das Ziel ist es nicht, unsere finanziellen Nöte der Pflegeversicherung schlicht auf die Kommunen abzuwĂ€lzen", sagte sie. Deshalb enthalte der Gesetzentwurf auch Maßnahmen, die entlastend wirkten. Aus ihrer Sicht mĂŒsse kĂŒnftig aber auch die private Vorsorge ein stĂ€rkerer Baustein der Pflegefinanzierung werden.

Hintergrund ist die wachsende FinanzierungslĂŒcke in der sozialen Pflegeversicherung. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt die tatsĂ€chlichen Kosten einer PflegebedĂŒrftigkeit hĂ€ufig nur teilweise ab. Vor allem bei stationĂ€rer Pflege mĂŒssen Betroffene und ihre Angehörigen oftmals erhebliche Eigenanteile tragen. ZusĂ€tzliche private Pflegeversicherungen sollen helfen, diese finanzielle LĂŒcke im Pflegefall zu schließen.

Derzeit gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten, sich privat gegen Pflegekosten zusĂ€tzlich abzusichern. Dazu zĂ€hlen etwa klassische private Pflegezusatzversicherungen wie Pflegekosten-, Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherungen, die je nach Tarif im Pflegefall zusĂ€tzliche Leistungen erbringen. Diese Produkte sind freiwillig und werden individuell abgeschlossen. Je nach Anbieter und Leistungsumfang unterscheiden sich BeitrĂ€ge und Absicherungsniveau deutlich. Ziel ist es, die LĂŒcke zwischen den tatsĂ€chlichen Pflegekosten und den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung zu schließen.

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