Warken will SuizidprÀvention mit neuem Gesetz stÀrken
26.06.2026 - 00:03:40 | dts-nachrichtenagentur.de
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die SuizidprĂ€vention bundesweit stĂ€rken und die dafĂŒr zustĂ€ndigen LĂ€nder und Kommunen besser unterstĂŒtzen.Ein entsprechender Gesetzentwurf, ĂŒber den die "Rheinische Post" berichtet, ist nun in die Ressortabstimmung der Bundesregierung gegeben worden.
Ziel des Gesetzes ist es, die PrĂ€vention von Suizidversuchen und Suiziden durch MaĂnahmen der Information, AufklĂ€rung, Forschung und UnterstĂŒtzung zu stĂ€rken und zu verbessern. So ist im Gesetzentwurf unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle fĂŒr SuizidprĂ€vention" festgehalten. Zu deren Aufgaben soll beispielsweise gehören, ein Konzept fĂŒr eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer zu entwickeln. Die LĂ€nder sollen dabei einbezogen werden. Zudem sieht der Gesetzentwurf die Einrichtung eines Fachbeirats vor, der die Fachstelle beraten soll. Ferner sollen die LĂ€nder auf einen flĂ€chendeckenden, bedarfsgerechten Ausbau der Krisendienste hinwirken. Dem Entwurf zufolge soll es zudem Modellvorhaben zu MaĂnahmen der SuizidprĂ€vention geben.
Hintergrund: Rund 10.000 Menschen beenden jĂ€hrlich ihr Leben durch einen Suizid in Deutschland - mehr als durch illegale Drogen, VerkehrsunfĂ€lle und HIV zusammen. Angaben des Ministeriums zufolge liegt die Zahl der registrierten Suizide seit ĂŒber zehn Jahren relativ stabil um die 10.000 FĂ€lle pro Jahr, zuletzt mit steigender Tendenz.