Steinmeier fĂŒr Brandmauern gegen Extremisten
12.03.2026 - 12:25:31 | dts-nachrichtenagentur.deIm Zusammenhang mit der Diskussion um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sagte Steinmeier, er plĂ€diere dafĂŒr, "die Instrumente der wehrhaften Demokratie zu zeigen und sie, wo notwendig, anzuwenden". Dazu gehöre die Erinnerung daran, "dass die Möglichkeit eines Parteiverbots jedenfalls als Ultima Ratio zum Arsenal der wehrhaften Demokratie des Grundgesetzes gehört".
Eindeutig spricht sich der BundesprĂ€sident fĂŒr ein Social-Media-Verbot fĂŒr Heranwachsende aus: "Unterhalb von 14 Jahren, ja." Die Regellosigkeit fĂŒhre zu GefĂ€hrdungen fĂŒr das soziale Miteinander und zu GefĂ€hrdungen der Demokratie. "Ganz besonders gilt das fĂŒr Kinder und Jugendliche, die mit Inhalten konfrontiert werden - Gewaltdarstellungen, Pornografie, Manipulationen -, die ihre Persönlichkeitsentwicklung belasten", so Steinmeier weiter. Er sei selbst jedes Mal "fassungslos" darĂŒber, was auf entsprechenden Plattformen "an HĂ€me, Hetze, Hohn und Hass" verbreitet werde.
Steinmeier wendet sich zudem gegen den Missmut im Land: "Mich besorgt unser Kleinmut und die selbstverordnete Untergangsstimmung. Deshalb sage ich ganz bewusst: Ich bin stolz auf unser Land. Es ist nicht selbstverstĂ€ndlich, dass wir inmitten dieses Weltgewitters von Krieg, Unrecht und SchurkenstĂŒcken unseren Anstand, unsere innere StĂ€rke und unseren moralischen Kompass behalten haben."
Die zweite Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. MĂ€rz 2027; er kann nicht noch einmal gewĂ€hlt werden. "Ich wĂŒnsche mir, dass die Leute nach meinem Abschied sagen, das war einer, der hat seine Verantwortung ernst genommen, der hat sein Kreuz gerade gemacht fĂŒr den Schutz der liberalen Demokratie, der konnte zusammenfĂŒhren und BrĂŒcken bauen zwischen Menschen und Meinungen", sagte er der "Zeit".
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