Migration: Steinmeier spricht sich fĂŒr Begrenzung der ZugĂ€nge aus
02.10.2023 - 20:38:14Es sei "anzuerkennen, dass die Ankunftszahlen runter mĂŒssen", sagte Steinmeier den ARD-Tagesthemen. "Es braucht eine Begrenzung der Zahlen. Ob Sie jetzt eine konkrete Zahl von mir hören wollen, ob die bei 200.000 oder 500.000 oder 800.000 liegt, darauf bitte ich, die Antwort von der Politik zu erwarten. Aber wir brauchen eine Begrenzung der ZugĂ€nge, das ist keine Frage."
Zu den Erfolgen und zum Umfragehoch der AfD erklĂ€rte Steinmeier, er habe VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass man in einer Demokratie seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt. "Kein VerstĂ€ndnis habe ich dafĂŒr, dass man seine demokratische Stimme gebraucht, um Bewegungen zu unterstĂŒtzen, die auf der Grundlage der Verachtung der Demokratie bestehen." Einen Tag vor dem "Tag der Deutschen Einheit" sagte der BundesprĂ€sident, der 3. Oktober "ist Erinnerung, Bilanz und immer mehr der Blick auf den Horizont". Bei den Erinnerungen gebe es "einen unterschiedlichen Blick der Generationen". Auf die VersĂ€umnisse angesprochen, erklĂ€rte Steinmeier, "der Westen hat nicht die Notwendigkeit gesehen, sich zu verĂ€ndern". Das sei "Teil des Dilemmas, ĂŒber das wir reden". Die Deutsche Einheit vertrage "selbstkritische Bilanz". Er habe in Ostdeutschland viel gelernt. "Es geht nicht nur um das Materielle. Es geht um das GefĂŒhl, gleichwertig zu sein." Da gebe es "Unwuchten", konstatierte der BundesprĂ€sident. Es gab in der Vergangenheit seitens des Westens "das Signal fĂŒr viele Ostdeutsche, Ihr habt ein falsches Leben gelebt". Die ostdeutsche Geschichte mĂŒsse mehr "Teil unserer gemeinsamen Geschichte werden".
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


