Justiz, KriminalitÀt

Bundesregierung will intensiver gegen Menschenhandel vorgehen

27.05.2026 - 11:09:34 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundeskabinett hat eine umfassende Reform des Strafrechts beschlossen, um den Kampf gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung zu verstÀrken.Der Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht unter anderem vor, neue Ausbeutungsformen wie Leihmutterschaft, Adoption und Zwangsheirat unter Strafe zu stellen.

Polizei (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Polizei (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Zudem soll eine Nachfragestrafbarkeit eingefĂŒhrt werden, die es ermöglicht, Personen zu bestrafen, die wissentlich Dienstleistungen von Opfern des Menschenhandels in Anspruch nehmen.

Hubig erklĂ€rte, dass Menschenhandel eine brutale Form der Ausbeutung sei, die auch in Deutschland weit verbreitet ist. "Unser Rechtstaat muss entschlossen und effektiv gegen diese menschenverachtende Form von KriminalitĂ€t vorgehen." Die Reform ziele darauf ab, StrafbarkeitslĂŒcken zu schließen und die Strafrahmen fĂŒr besonders schwere Formen der Zwangsprostitution zu erhöhen. Die Ministerin hob hervor, dass sexuelle Ausbeutung besonders erniedrigend sei und hĂ€ufig Frauen und MĂ€dchen betreffe. "Wir wollen Frauen und MĂ€dchen insgesamt besser vor Gewalt schĂŒtzen. Strenge Strafen fĂŒr Zwangsprostitution gehören zwingend dazu."

Der Gesetzentwurf sieht auch eine Neufassung der Strafvorschriften zum Schutz vor sexueller Ausbeutung vor. Die TatbestĂ€nde sollen ĂŒbersichtlicher gestaltet und die Strafrahmen angehoben werden, um TĂ€ter konsequenter zur Verantwortung ziehen zu können. Mit dem Gesetzentwurf soll zugleich die geĂ€nderte europĂ€ische Richtlinie gegen Menschenhandel umgesetzt werden. Der Entwurf wird nun dem Bundesrat und dem Deutschen Bundestag zur weiteren Beratung vorgelegt.

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